Frust

Steigende Kosten: Urlauber kritisieren Preise in Kroatien

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Kroatien ist für viele ein Sehnsuchtsziel, doch die Preise an der Adria sorgen derzeit für hitzige Diskussionen. Während Urlauber über hohe Kosten klagen, zeigt der Tourismusverband auf.
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Besonders Camping-Fans diskutieren derzeit intensiv über die aktuelle Preissituation in Kroatien, das laut Auswertungen als eines der teuersten Reiseländer für Camper in Europa gilt. In einer Facebook-Gruppe löste die Frage eines Urlaubers nach den Preisen auf der Insel Lošinj eine Grundsatzdebatte aus. "Bleib zu Hause! Kann man sich nicht mehr leisten", lautete das Fazit eines Nutzers. Andere vergleichen die Kosten mit Reisezielen wie der Côte d’Azur und stellen fest, dass auch Restaurantbesuche für zwei Personen mittlerweile kaum noch unter 50 Euro möglich seien.

Manche Camper entgegnen jedoch, dass die Preissteigerung den Urlaub am Meer wert sei und man den ursprünglichen Sinn des Campings nicht aus den Augen verlieren dürfe. Der Tourismusverband der Insel Lošinj bestätigte gegenüber dem "Münchner Merkur" von "Ippen.Media" zwar "gewisse Preisanpassungen", betonte aber, dass sich die Preise auf Lošinj in diesem Jahr weitgehend stabilisiert hätten. Die Anpassungen seien eine Folge der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und der Inflation, die in der ersten Jahreshälfte durchschnittlich bei 4,4 Prozent lag.

Nachfrage bleibt trotz Kritik hoch

Trotz der verbreiteten Kritik verzeichnet der Tourismusverband auf Lošinj laut eigenen Angaben keinen Rückgang der Nachfrage. Dennoch mahnte Tourismusminister Tonči Glavina die Branche zur Vorsicht: "Touristenreisen waren noch nie so teuer, und wir müssen uns dieser Realität anpassen." Für viele Menschen wird ein Urlaub immer schwieriger finanzierbar. Zuletzt konnten sich 18 Prozent der österreichischen Bevölkerung keine einwöchige Reise leisten. Damit liegt Österreich zwar unter dem EU-Durchschnitt, dennoch betrifft das Problem Hunderttausende Menschen.