Mit 1.860 Passagiere

LGBTQ-Schiff darf nicht in Türkei und Ägypten anlegen

Das Kreuzfahrtschiff Scarlet Lady fährt am Hafen von Marseille vorbei, im Vordergrund sind Hausdächer.
© SOPA Images/LightRocket via Gett
Nach der Weigerung der Türkei und Ägyptens, das mit überwiegend LGBTQ-Passagieren gecharterte Kreuzfahrtschiff "Scarlet Lady" einlaufen zu lassen, hat das Schiff am Freitag in der Früh außerplanmäßig den Hafen von Souda auf Kreta erreicht.
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An Bord befinden sich rund 1.860 Passagiere und 1.139 Besatzungsmitglieder, wie der griechische Rundfunk ERT berichtete. Die "Scarlet Lady" ist für eine einmonatige Kreuzfahrt des US-Reiseveranstalters Atlantis Events gechartert.

Ursprünglich sollte das Schiff unter anderem die türkischen Häfen Kuşadası und Istanbul anlaufen. Die türkischen Behörden untersagten dies mit Verweis auf "moralische Werte" des Landes. Anschließend verweigerte nach griechischen Medienberichten auch Ägypten die Einfahrt, woraufhin die Route kurzfristig geändert wurde. LGBTQ ist eine Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer - auf Deutsch lesbische, schwule, bisexuelle, trans und queere Menschen.

Nach Genehmigung durch das griechische Schifffahrtsministerium erhielten die Passagiere die Möglichkeit zu Ausflügen zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten auf Kreta. Nach dem Aufenthalt in Souda soll die "Scarlet Lady" ihre Reise planmäßig in Richtung Montenegro fortsetzen, berichtete ERT unter Berufung auf die zuständigen Behörden.

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