Wo es brennt

Diese Karten zeigen Waldbrände in Urlaubsparadiesen

Die FIRMS-Karte zeigt Waldbrände die im Juli weg wüteten. Viele davon sind bereits wieder gelöscht. Noch gibt es aber bestehende Brände, wie in Italien oder Spanien.
In Europas beliebtesten Ferienländern wüten derzeit verheerende Waldbrände. Während Tausende Hektar in Flammen stehen, bleibt die Gefahr für Urlauber in Österreich zum Glück sehr gering.
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Bis Anfang Juli fielen in der EU bereits mehr als 118.000 Hektar Land den Flammen zum Opfer. Das entspricht fast 166.000 Fußballfeldern und liegt deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Ein Blick auf Warnsysteme wie EFFIS zeigt aktuell eine sehr hohe bis extreme Waldbrandgefahr in Spanien, Italien, Frankreich, Portugal und Griechenland. Reisende können sich online über Plattformen wie NASA FIRMS oder Google Maps (im Bereich "Ebenen") informieren, um betroffenen Regionen während des Urlaubs aus dem Weg zu gehen. Werden Brände offiziell gemeldet, erscheinen sie auf den Karten und liefern wichtige Details zu Sperrzonen.

Google-Maps-Karte mit markierten aktuellen Waldbränden.
Google-Maps-Karte mit markierten aktuellen Waldbränden. © Google Maps

Todesopfer in Spanien und Frankreich

Besonders tragisch ist die Lage in Südspanien. In der Region Andalusien kamen bei einem massiven Waldbrand mindestens zwölf Menschen ums Leben. Einige der Opfer wurden tragischerweise in ihren Autos von den Flammen eingeschlossen. Der andalusische Regionalgesundheitsminister Antonio Sanz sprach von einer beispiellosen Tragödie. Mehr als 1.000 Menschen aus mehreren Ortschaften mussten evakuiert werden. Auch in Frankreich forderten die Brände ein Opfer: Ein 22-jähriger freiwilliger Feuerwehrmann verunglückte bei Löscharbeiten im Département Savoyen tödlich, als er von einem herabstürzenden Felsblock getroffen wurde.

Notstand in Italien und Portugal

In Italien sorgt die dritte Hitzewelle des Sommers für eine gefährliche Zuspitzung der Lage. Im Piemont wuchs ein Brand rasch auf über 600 Hektar an, was zur Evakuierung von rund 150 Menschen aus der Gemeinde Colloro führte. Meteorologen erwarten auf Sardinien am kommenden Montag zudem Extremtemperaturen von bis zu 43 Grad. Portugal kämpft unterdessen in Vouzela mit dem größten Waldbrand Europas in diesem Jahr, wie "Blick" berichtet. Rund 13.000 Hektar Land sind dort bereits verbrannt, über 1.200 Einsatzkräfte versuchen das Feuer einzudämmen. In Griechenland brannte am Sonntag eine Recyclinganlage in Thessaloniki, woraufhin Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten mussten.

Wer im Urlaub den Bränden komplett entgehen möchte, findet im Norden Europas und in Österreich derzeit sehr sichere Ziele. EFFIS stuft das Risiko hierzulande als äußerst tief ein. Um die am stärksten betroffenen Staaten im Süden zu unterstützen, hat die EU mittlerweile 777 Feuerwehrleute, 22 Löschflugzeuge sowie fünf Helikopter strategisch in den Hochrisikogebieten positioniert.

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