Waldbrand
Zwölf Tote bei Flammen-Hölle im beliebten Urlaubsparadies
Das Feuer brach am Donnerstagnachmittag in der Nähe der beliebten Touristenregion Almería aus. Francisco Miguel, Bürgermeister von Los Gallardos, einer der betroffenen Gemeinden, sagte im Staatsfernsehen RTVE, dass es ein Feuer bisher nie da gewesenen Ausmaßes sei. Mindestens zwölf Menschen kamen in dem Flammenmeer ums Leben, einige von ihnen wurden laut dem Notdienst tot in ihren Autos entdeckt, da sie von den Flammen eingeschlossen wurden. Rund zehn weitere Personen erlitten Verletzungen und mussten teilweise in Krankenhäuser gebracht werden. Da das Ausmaß der Katastrophe weiterhin unübersichtlich ist, wird laut spanischen Medienberichten befürchtet, dass die Opferzahl noch weiter steigen könnte.
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Auslöser war womöglich eine Stromleitung
Mehr als 150 Notrufe gingen bei der Feuerwehr ein. Zeugen berichteten, dass ein herabgefallenes Kabel an einer Fernstraße den Brand in der völlig ausgetrockneten Vegetation ausgelöst haben könnte. Offiziell bestätigt ist diese Ursache von den Behörden jedoch noch nicht. Fest steht, dass sich die Flammen rasend schnell auf das angrenzende Waldgebiet ausbreiteten. Der Brand erreichte auch wichtige Verkehrswege, sodass etwa ein Abschnitt der Autobahn 7 sowie mehrere Straßen rund um den schwer getroffenen Ort Bédar gesperrt werden mussten.
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Tausende Menschen mussten rasch flüchten
Rund 150 Feuerwehrleute kämpften die gesamte Nacht über gegen das Inferno. Mehr als 1.000 Menschen aus mehreren Ortschaften mussten ihre Häuser verlassen und wurden in Notzelte in benachbarten Orten wie Mojácar gebracht. Rund 50 Personen kamen in einem Kulturzentrum unter. Auch ein bislang von den Flammen verschont gebliebener Campingplatz wurde geräumt, wobei der Rettungsdienst rund 400, teils ältere Menschen, in Sicherheit brachte. Am Freitagmorgen ließ der Wind etwas nach, was die Löscharbeiten begünstigen dürfte. Zudem wird in den kommenden Stunden eine Spezialeinheit der Armee erwartet, nachdem die Regionalbehörden Notfallalarm ausgelöst hatten.
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Große Trauer um die Opfer
Der andalusische Regionalgesundheitsminister Antonio Sanz sprach von einer "beispiellosen Tragödie" und dem Waldbrand "mit den bisher schwersten Folgen" in der Region. "Der Schmerz ist unermesslich. Andalusien trauert, und unser Herz ist bei Almería und allen Betroffenen", so Sanz.
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Auch Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez drückte auf der Plattform X seine tiefe Trauer und Bestürzung über die schrecklichen Folgen aus und mahnte die Bevölkerung zur Vorsicht. Das Land am Mittelmeer kämpft immer wieder mit extremen Hitzewellen, die verheerende Brände begünstigen. Nachdem bereits im Jahr 2025 historische Flächenbrände wüteten, zerstörten die Flammen auch seit Beginn dieses Jahres bereits über 50.000 Hektar Land.
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