Religion
Stift Heiligenkreuz sucht neuen Administrator
101 Mönche, eine Hochschule – und jede Menge Ärger
Heiligenkreuz ist keine gewöhnliche Klosteradresse: Mit 101 Mönchen die größte Mönchsgemeinschaft Westeuropas, dazu eine päpstliche Hochschule mit über 350 Theologie-Studierenden. Doch die letzten zwei Jahre unter Abt Maximilian liefen alles andere als ruhig.
Anonyme Briefe brachten schwere Vorwürfe gegen einen Pater und den Führungsstil des Stiftes ins Rollen. Sogar das Landeskriminalamt schaltete sich ein – wegen Drohungen gegen das Kloster.
Der Vatikan schickt seine Prüfer
Rom reagierte prompt: Im Juni 2025 ordnete der Vatikan eine apostolische Visitation an, die heuer im April abgeschlossen wurde. Ergebnis – zumindest inoffiziell: Die Vorwürfe erhärteten sich nicht. Trotzdem verordnete Rom dem Stift mehrere Hausaufgaben, darunter eine Neuausrichtung in theologischen und spirituellen Fragen.
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Nur ein "Übergangs-Chef" für drei Jahre
Jetzt ist der Weg frei für die Neuwahl. 84 Mönche sind stimmberechtigt, der Wahlvorgang zieht sich über mehrere Tage. Gewählt wird aber kein vollwertiger Abt, sondern zunächst nur ein Administrator – auf Anweisung des Vatikans. Der Grund: Mehr als ein Drittel der wahlberechtigten Mönche hat noch nie zuvor an einer Abtwahl teilgenommen.