Harte Worte
Streit zwischen Meloni und Trump eskaliert weiter
Der Konflikt zwischen dem 80-jährigen US-Präsidenten Donald Trump und der 49-jährigen italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni hat sich weiter zugespitzt. Auslöser war ursprünglich ein gemeinsames Selfie beim G7-Gipfel in Frankreich. Auf der Plattform "Truth Social" legte Trump nun nach und wiederholte seine Behauptung, dass Meloni ihn "immer wieder darum gebeten, mit mir fotografiert zu werden". In gewohnter Manier ging er danach auf direkten Angriff über und behauptete, in Italien stehe es schlecht um ihre Beliebtheitswerte.
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Kritik an mangelnder Unterstützung
Trump lieferte auf seiner Plattform gleich eine eigene Erklärung für Melonis angebliche Unbeliebtheit. Er schrieb, dies liege möglicherweise daran, dass sie die USA nicht unterstützt habe, als es darum ging, den Iran an der Entwicklung oder dem Erhalt einer Atomwaffe zu hindern. Das gelte im Übrigen auch für die NATO, so der US-Präsident. Laut Trump sei Italien von den Vereinigten Staaten geliebt und beschützt, doch Meloni habe den USA "nicht einmal erlaubt, Italiens Landebahnen oder Flugplätze zu nutzen". Dies sei eine erhebliche logistische Erschwernis gewesen, obwohl die USA jedes Jahr Hunderte Milliarden Dollar aufwenden würden, um Italien und andere sogenannte NATO-Verbündete zu schützen.
Eine baldige Aussöhnung scheint unrealistisch, denn Trump stellte klar: "Jetzt, nachdem die Vereinigten Staaten den Iran militärisch besiegt haben, möchte sie wieder mit uns befreundet sein, um ihre Umfragewerte zu verbessern. Nein danke!!!" Wie wenig Wertschätzung er für sie übrig hat, zeigte sich auch daran, dass er ihren Vornamen im Internet zuerst als "Gigiorgia" falsch schrieb, bevor er den Fehler später korrigierte.
Meloni kontert auf Instagram
Die italienische Regierungschefin ließ diese Aussagen nicht unkommentiert. Sie wies die Behauptung, Trump um ein Foto gebeten zu haben, konsequent zurück und reagierte stinksauer. Sie stellte klar, dass Italien und sie niemals um etwas betteln würden. Am Samstag schlug sie schließlich auf Instagram zurück. Sie bezeichnete die Aktionen des US-Präsidenten als "ständige, unprovozierte Angriffe", die völlig "sinnlos" seien. In ihrem Statement fand sie deutliche Worte: "Italien bleibt eine souveräne Nation. Jedenfalls geht Sie meine Popularität nichts an. Ich schlage vor, Sie konzentrieren sich auf Ihre eigene."