Das 6:1 gegen den Stadtrivalen GAK war nicht nur eine Machtdemonstration auf dem Platz, sondern die Bühne für die jüngste Entfaltung der Schwarz-Weißen Offensivphilosophie. Mit drei Treffern im Derby avancierte Oumar Diakité endgültig zum herausragenden Mann des Spiels. Die Leihe von Stade Reims inklusive Kaufoption erweist sich in Rekordzeit als meisterhafter Schachzug der Grazer Verantwortlichen.
Sturm-Coach freut sich über neuen Goalgetter
Dass in Graz nach dem Abgang von Mika Biereth im Sturmzentrum eine spürbare Lücke geklafft hatte, bestreitet bei den Schwarz-Weißen niemand. Umso erleichtert zeigte sich die sportliche Führung nach der Derby-Gala.
“Wir haben einen Goalgetter schmerzlich vermisst in den letzten Jahren seit dem Abgang von Mika Biereth. Es scheint so, als hätten wir jetzt einen gefunden.”
Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch
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Statistik zeigt die bessere Tor-Quote
Der SK Sturm Graz hat sich in den letzten Jahren als eine der europaweit besten Adressen für die Veredelung von Mittelstürmern etabliert. Sowohl Rasmus Højlund als auch Mika Biereth nutzten das Grazer System als Sprungbrett für Multi-Millionen-Transfers in europäische Top-Ligen (AS Monaco bzw. Atalanta Bergamo). Für Biereth kassierte man 2024 13 Millionen, für Højlund stolze 20 Millionen Euro.
Historischer Anlauf: Weder Højlund noch Biereth benötigten so wenige Minuten für ihre ersten sechs Tore. Diakité erreicht nach 196 Minuten denselben Torwert, für den Højlund (380 Minuten) eine halbe Saison bzw. Biereth (250 Minuten) brauchte. Das zeigen die Daten der Fußball-Bundesliga / OPTA.
Aktuell kostet Diakité nur 5 Mio.
Dem 22-jährigen Teamstürmer von der Elfenbeinküste, der bei den Derby-Feierlichkeiten ein Dress vom schwer verletzten Sturm-Goalie Chudjakow in die Höhe hielt, gelangen in vier Ligaspielen ohne 90-Minuten-Einsatz sechs Tore.
Die Sturm-Bosse können sich schon die Hände reiben: Hält der Erfolgslauf an, wird der aktuelle Marktwert von 5 Millionen Euro schon bald Geschichte sein und Diakité zum teuersten Sturm-Kicker aufsteigen. Aktuell ist U17-Vizeweltmeister Luca Weinhandl mit 15 Millionen Euro die Nr. 1 bei den Grazern.