Fällt wieder aus!

Sturm tobt nach Kiteishvili-Schock: Verband in der Kritik

© Getty Images
Kaum zurück, schon wieder raus: Otar Kiteishvili erlebt den nächsten bitteren Rückschlag. Erst unmittelbar vor der Länderspielpause feierte der Spielmacher sein Comeback für den SK Sturm Graz, nun muss der Klub erneut auf seinen Leistungsträger verzichten.
Zur Vollversion des Artikels

Die Befürchtungen haben sich bestätigt. Kiteishvili zog sich beim Nations-League-Spiel Georgiens gegen Ungarn eine Muskelverletzung an der Wade zu und fällt damit "für die nächsten Wochen" aus. Der 30-Jährige musste die Partie frühzeitig verlassen und begann bereits mit seiner Reha.

Für Sturm ist der Ausfall besonders bitter – und sorgt gleichzeitig für Ärger. Denn Kiteishvili war nach einer Wadenverletzung gerade erst behutsam an die volle Belastung herangeführt worden. Bei den Grazern kam er bislang lediglich zu zwei Kurzeinsätzen. Umso mehr stößt es den Klub sauer auf, dass der Spielmacher gegen Ungarn von Beginn an auf dem Platz stand.

Sturm sauer auf Georgien

Geschäftsführer Sport Michael Parensen findet entsprechend deutliche Worte. Sturm habe in den vergangenen Wochen bewusst versucht, Kiteishvili "Schritt für Schritt und sehr dosiert" aufzubauen. Die Empfehlungen des Klubs zur Einsatzzeit im Nationalteam seien allerdings nicht berücksichtigt worden.

Besonders bitter ist der Zeitpunkt des neuerlichen Ausfalls. Am Samstag wartet bereits der Bundesliga-Hit bei der Wiener Austria. Und nur wenige Tage später steht für Sturm das nächste große Highlight auf dem Programm: Am 15. Oktober geht es auswärts zum Europa-League-Hit bei Bournemouth. Ausgerechnet in dieser heißen Phase fehlt nun einer der wichtigsten Kreativspieler.

Ausfalldauer noch unbekannt

Und die Personalsorgen werden nicht kleiner: Auch Gizo Mamageishvili kehrte angeschlagen vom georgischen Nationalteam nach Graz zurück. Zudem fällt mit Filip Rozga ein weiterer kreativer Offensivspieler wegen einer neuerlichen Muskelverletzung aus. Im Angriff fehlen Sturm mit Seedy Jatta nach dessen Schulter-OP und Leihstürmer Nelson Weiper, der mit Schambeinproblemen zu kämpfen hat, ebenfalls wichtige Optionen.

Wie lange Kiteishvili tatsächlich pausieren muss, ist noch offen. Einen Schnellstart soll es diesmal jedenfalls nicht geben. Gemeinsam mit dem Spieler und der medizinischen Abteilung wollen die Grazer einen detaillierten Plan für die kommenden Wochen erstellen.