Autoclub

Tanken müsste viel billiger sein

© pix4U - stock.adobe.com
Die Rohölpreise sinken viel schneller als die durchschnittlichen Literpreise an den Zapfsäulen. Der ARBÖ macht jetzt Druck.
Zur Vollversion des Artikels

Treibstoff ist in den vergangenen Wochen deutlich günstiger geworden als im März und im April dieses Jahres, jedoch nicht genug, wie der ARBÖ analysiert.

Rohöl auf den internationalen Märkten kostet – nachdem es nun endlich zu einem Rahmenabkommen der Kriegsparteien im Iran-Krieg und der voraussichtlichen Öffnung der Straße von Hormus gekommen ist – aktuell etwas weniger als Anfang März 2026.

Die Preise von Diesel und Eurosuper an den Zapfsäulen sind aber noch deutlicher höher.

"Noch viel Spielraum nach unten"

Aktuell kostet ein Liter Diesel im Durchschnitt 1,757 Euro, für einen Liter Eurosuper müssen an den Tankstellen durchschnittlich 1,678 Euro bezahlt werden. "An den vergangenen neun Tagen ist Rohöl um mehr als 17 Prozent billiger geworden, der Preis für Diesel aber nur um 4,6 Prozent für Benzin um 3,7 Prozent. Das zeigt, dass noch viel Spielraum nach unten existiert", kritisiert ARBÖ-Präsident Peter Rezar die Preisentwicklung.

“Was wir nun erleben, ist der Raketen-Federn-Effekt. Sobald der Rohölpreis steigt, werden die Preise sofort und unmittelbar von den Ölmultis an die Konsumenten weitergegeben. Sinken die Preise, passiert dies an den Tankstellen nur abgefedert und zeitverzögert.”

Peter Rezar, Präsident der ARBÖ-Bundesorganisation

"Die Ölkonzerne und Raffinerien machen sich nun wiedermal ein schönes Körberlgeld auf Kosten der Autofahrer", tobt der Experte.

Zapfpistole und Euroscheine vor weißem Hintergrund © silencefoto - stock.adobe.com

So sparen Sie beim Tanken bares Geld

Autofahrer, die beim Tanken sparen wollen, sollten laut ARBÖ möglichst kurz vor 12 Uhr mittags zur Tankstelle fahren, denn dann sind die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie stark an und fallen danach langsam wieder ab.