Ehrliche Worte
Ticket-Pleite: "Kelly Family"-Star muss Tour absagen
Es ist der Albtraum eines jeden Musikers: Gabriel Kelly muss seine lang ersehnte erste eigene Club-Tournee durch Deutschland absagen. Von den ursprünglich neun geplanten Konzertterminen bleibt am Ende nur noch ein einziges übrig: Am 19. September wird der Sohn von Angelo Kelly (44) in Rostock auf der Bühne stehen – dort, wo eigentlich das große Tour-Finale hätte gefeiert werden sollen.
Sichtlich mitgenommen, aber bemerkenswert reflektiert, meldete sich der 25-Jährige via Instagram bei seinen Fans. Den schmerzhaften Grund für das jähe Tour-Aus sprach er dabei ohne Umschweife an: "Die Konzerte mussten leider ausfallen, weil es für die geplanten Termine insgesamt nicht ausreichend Ticketverkäufe gab." Trotz wochenlanger, intensiver Social-Media-Werbung blieb der erhoffte Ansturm auf die Karten aus. Kelly betonte jedoch auch, dass dies ein strukturelles Problem sei, das aktuell die gesamte Branche beutle: "Das ist ein Problem, das gerade viele kleinere Künstler betrifft – und ich bin leider nicht der einzige, der davon betroffen ist."
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Rat von Experten ignoriert: Kelly bricht das Branchen-Tabu
Mit seiner schonungslosen Offenheit bricht der Kelly-Spross ein echtes Tabu im Musikbusiness, wo leere Hallen und schlechte Verkaufszahlen meist hinter vorgeschobenen "organisatorischen Gründen" oder plötzlichen Erkrankungen versteckt werden. Dem Sänger wurde im Vorfeld sogar explizit davon abgeraten, die Wahrheit so ungeschminkt auszusprechen und sich mit einer persönlichen Videobotschaft an die Community zu wenden. Gabriel Kelly entschied sich bewusst dagegen – er habe das Gefühl gehabt, seinen treuen Fans eine ehrliche Erklärung schuldig zu sein.
Den Kopf in den Sand zu stecken, kommt für das Nachwuchstalent trotz des herben Rückschlags nicht infrage. Der Blick ist bereits wieder nach vorne gerichtet: In den kommenden Jahren will sich der Musiker vermehrt auf Festival-Auftritte konzentrieren, um sich so Schritt für Schritt eine solide Live-Basis zu erspielen. Sein optimistisches Fazit für die Zukunft: "Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich irgendwo eine andere. Das wird schon irgendwie."