Urlaubsparadies

Tödliches Virus breitet sich in Griechenland aus

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Mitten in der Sommerurlaubszeit steigen die Infektionen mit dem West-Nil-Virus in einem der beliebtesten Reiseländer der Österreicher massiv an. Die Fallzahlen haben sich extrem schnell verdoppelt.
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Das West-Nil-Virus sorgt derzeit in Griechenland für große Sorge. Bis zum 12. August verzeichnete die dortige Gesundheitsbehörde EODY insgesamt 110 bestätigte Fälle der Virusinfektion. Noch Ende Juli lag diese Zahl bei lediglich 42 Fällen, was eine deutliche Zunahme innerhalb von nur zwei Wochen bedeutet. Neun Personen starben bereits an den Folgen der Ansteckung. Sämtliche verstorbenen Patienten waren älter als 65 Jahre.

Fälle im Großraum Athen

Bei 81 der betroffenen Patienten nahm die Krankheit einen besonders gravierenden Verlauf. Sie entwickelten schwere Beschwerden des zentralen Nervensystems, wozu Gehirnentzündungen (Enzephalitis), Hirnhautentzündungen (Meningitis) sowie weitere neurologische Probleme zählen. Die Infektionen wurden laut der Gesundheitsbehörde EODY vorwiegend im Großraum Athen nachgewiesen.

Übertragung durch stechende Mücken

Die Ansteckung mit dem West-Nil-Virus erfolgt primär durch Mückenstiche, wobei insbesondere die invasive Asiatische Tigermücke als Überträger gilt. Großteils verlaufen die Infektionen völlig symptomfrei oder zeigen nur sehr milde Symptome. Sehr schwere Krankheitsverläufe betreffen vor allem ältere Personen oder jene Menschen, die bereits unter bestimmten Vorerkrankungen leiden.

Wegen des gehäuften Auftretens von West-Nil-Fieber in Teilen Südeuropas hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor kurzem zu erhöhter Wachsamkeit gemahnt. Neben Griechenland verzeichnete auch Italien vermehrt solche Infektionsfälle.

Entwicklung und Schutzmaßnahmen Österreicher

Für die stärkere Verbreitung der Tigermücke ist unter anderem der Klimawandel verantwortlich, da diese Insektenart gegenüber Schwankungen der Temperatur weitaus widerstandsfähiger reagiert als die in Österreich gewohnte Heim-Gelse. Aber auch direkt in Österreich beobachtete die MedUni Wien bereits eine deutliche Zunahme. Gemäß einer Langzeituntersuchung wurden im Jahr 2024 insgesamt 37 Fälle registriert, wobei von einer erheblich höheren Dunkelziffer ausgegangen wird. Eine Schutzimpfung existiert bislang nicht. Den einzigen effektiven Schutz bietet daher die gezielte Abwehr der Mücken durch den Einsatz von Insektenschutzmitteln oder Insektenschutznetzen.