Pure Verwirrung
Totales Chaos um Mehrwertsteuer-Senkung bei Brot
Die Bundesregierung führt wegen der Teuerung bei Lebensmitteln eine Mehrwertsteuersenkung auf ausgewählte Grundnahrungsmittel ein. Dabei soll der Steuersatz von 10 auf 4,9 Prozent gesenkt werden. Von der Maßnahme sind tausende Produkte betroffen. Bei Geschäften und Kunden herrscht dafür große Verwirrung.
Auch interessant
Wie die "Agenda Austria" auf Facebook schreibt, entscheidet die genau Rezeptur des Lebensmittel. Dadurch ist ein normales Weizenbrot und Salzstangerl reduziert, aber ein Mohnflesserl mit Zuckerguss nicht. Der Zucker und das Fett dürfen gemeinsam maximal fünf Prozent der Trockenmasse ausmachen. Drüber fällt der Rabatt weg. Im Teig darf somit auch kein Honig, Eier und Früchte rein. "Agenda Austria" erklärt: "Wer Brot mit Honig bäckt, muss das erst chemisch analysieren lassen, bevor er weiß, welchen Steuersatz er verrechnen darf."
Aus diesem Grund benötigen Bäckereien neue Kassensysteme oder umständlich nue programmiert werden. Für Unternehmen bedeutet das viel Stress und einen zusätzlichen Kostenaufwand. Bei Kunden herrscht dafür Unklarheit. Laut "Agenda Austria" kostet die Maßnahme 400 Millionen Euro pro Jahr. Im Monat wird ein durchschnittlicher Haushalt acht Euro sparen.