Altersarmut
Trotz Vollzeit droht Frauen die Mini-Pension
Das zeigt eine aktuelle Debatte in Deutschland. Auch in Österreich ist die Pensionslücke zwischen Frauen und Männern weiterhin groß.
Vollzeitjob schützt nicht immer vor Altersarmut
Laut Berichten aus Deutschland steuern viele Frauen trotz langer Erwerbsbiografien auf eine Pension von unter 1.000 Euro zu. Ursachen sind unter anderem niedrigere Einkommen, Karriereunterbrechungen und Phasen mit reduzierter Arbeitszeit.
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Experten warnen seit Jahren, dass sich diese Faktoren massiv auf die spätere Pension auswirken können.
Auch Österreich kämpft mit dem Problem
Ähnliche Entwicklungen zeigen sich in Österreich. Frauen erhalten hier im Schnitt deutlich niedrigere Alterspensionen als Männer. Laut aktuellen Daten lag die durchschnittliche Alterspension von Frauen zuletzt bei rund 1.560 Euro, bei Männern dagegen bei mehr als 2.600 Euro. Die Pensionslücke beträgt damit rund 40 Prozent.
Auch andere aktuelle Statistiken kommen auf eine Differenz von knapp 40 Prozent. Frauen beziehen demnach monatlich rund 1.000 Euro weniger Pension als Männer.
Warum Frauen besonders betroffen sind
Als Hauptgründe nennen Fachleute die nach wie vor ungleiche Verteilung von Kinderbetreuung und Pflegearbeit. Frauen arbeiten deutlich häufiger in Teilzeit oder unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit für familiäre Aufgaben. Diese Jahre fehlen später oft bei den Pensionsansprüchen.
Hinzu kommt, dass Frauen im Durchschnitt noch immer weniger verdienen als Männer, was sich ebenfalls direkt auf die spätere Pension auswirkt.
Altersarmut bleibt weiblich
Besonders betroffen sind alleinlebende Pensionistinnen. Laut offiziellen Angaben sind Frauen deutlich häufiger auf Ausgleichszahlungen angewiesen als Männer. Rund zwei Drittel aller Bezieher einer Ausgleichszulage sind Frauen.
Der Blick nach Deutschland zeigt ein Problem, das auch Österreich kennt: Wer weniger verdient, Erwerbspausen einlegt oder lange in Teilzeit arbeitet, muss oft mit deutlich niedrigeren Pensionen rechnen. Frauen sind davon besonders häufig betroffen.