Verstörender Post

Trump spottet über tödlichen Tiger-Angriff

© Truth Social/realDonaldTrump
Ein Beitrag auf dem Truth-Social-Konto von US-Präsident Donald Trump sorgt nach dem tödlichen Tiger-Angriff auf William Chapman für massive Kritik und Empörung.
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England, USA. US-Präsident Donald Trump (80) wird in den sozialen Medien heftig kritisiert, nachdem er auf seinem "Truth Social"-Account ein Video veröffentlicht hat, in dem er sich über das Tiger-Opfer William Chapman lustig macht.

Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump bereits Video-Aufnahmen gepostet, die den tödlichen Angriff auf Chapman im Yorkshire Wildlife Park zeigen. Trump kommentierte den Clip mit der Zeile: "Leg dich nie mit der Natur an!". In den sozialen Netzwerken löste der Beitrag Empörung aus.

KI-Video sorgt für Entsetzen

Am Donnerstag legte Trump mit einem KI-generierten Video nach, das ihn beim Ringen mit einem Tiger zeigt. Der Clip scheint die ursprüngliche Szene nachzuahmen und wird vom Song "The Lion Sleeps Tonight" der Gruppe "Tight Fit" begleitet. In dem Video imitiert der Präsident zudem die Zeigegeste von Chapman und umarmt am Ende das Raubtier.

William Chapmann (24) wurde von einem Tiger zu Tode gebissen. © Familie/privat

Angehörige reagieren zutiefst verletzt

Der Bürgermeister von South Yorkshire, Oliver Coppard, schaltete sich ein, nachdem sich die Angehörigen des Todesopfers an sein Büro gewandt hatten. Laut "Daily Star" verurteilte Coppard das Vorgehen des US-Präsidenten scharf und betonte, Trump habe den Beitrag für kaum mehr als einen "billigen Lacher" in den sozialen Medien gepostet.

Shitstorm gegen Trump

Mehrere User, die den Beitrag des Weißen Hauses (Anm. "Rapid Response 47"-Account) auf dem Kurznachrichtendienst X kommentierten, beschrieben das Video als "widerlich" und "krank". Einige warfen Trump Respektlosigkeit gegenüber dem Mann vor, der bei dem Angriff starb.

"Eine Familie trauert, und du entscheidest dich, die letzten Momente ihres Angehörigen der ganzen Welt zu zeigen", schrieb eine Person.

"Ich habe dich gewählt, aber nicht für so etwas. Kannst du nicht einfach einer Praktikantin oder einem Praktikanten die Betreuung deiner Social-Media-Kampagne überlassen?", kommentierte eine andere.