Nach Wahl-Debakel

Trump gesteht ein: Seine Abschiebe-Politik war zu hart

© CQ-Roll Call, Inc via Getty Images
Wenige Tage nach der schweren Niederlage der Republikaner bei den Kongresswahlen hat US-Präsident Donald Trump eingeräumt, dass das Vorgehen seiner Regierung bei der Abschiebung von Migranten ohne gültige Aufenthaltspapiere zu hart gewesen sein könnte.
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"Ich denke, sie war zu hart. Ich denke, sie könnte zu hart sein", sagte Trump in einem am Sonntag veröffentlichten Ausschnitt eines Interviews mit CBS. Ob er seine Abschiebepolitik ändern will, ließ der Präsident offen.

Das Interview wurde nach der schweren Niederlage von Trumps Republikanern bei den US-Kongresswahlen am Dienstag aufgezeichnet. Der Sender veröffentlichte den Ausschnitt aus der Sendung "60 Minutes" zunächst im Onlinedienst X. Die vollständige Ausstrahlung war für Sonntagabend geplant.

US-Präsident steht in der Kritik

Trumps Regierung steht wegen ihres harten Vorgehens gegen Migranten seit Monaten in der Kritik. Bei den Kongresswahlen hatten sich insbesondere viele Wähler lateinamerikanischer Abstammung von den Republikanern abgewandt. Vizepräsident JD Vance hatte sich nach der Wahlniederlage offen für Änderungen bei der Durchsetzung der Einwanderungspolitik gezeigt.

Allerdings ernannte Trump erst am Freitag seinen bisherigen Berater Stephen Miller zum neuen Stabschef des Weißen Hauses. Miller gilt als einer der wichtigsten Köpfe hinter der Abschiebungspolitik und steht für einen besonders harten Kurs im Umgang mit irregulärer Einwanderung.