Flugchaos
Käfigkampf von Trump sorgt für Mega-Wirbel
Die USA feiern am 4. Juli ihren Unabhängigkeitstag. Vor fast 250 Jahren unterschrieben die Gründungsväter die Unabhängigkeitserklärung. Seit dem Memorial Day (25. Mai) laufen die Feierlichkeiten für das besondere Jubiläum. Am Sonntag zelebrierte US-Präsident Donald Trump mit einem Käfigkampf auf dem Südrasen des Weißen Hauses nicht nur den Geburtstag der USA, sondern auch seinen eigenen.
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Beim "UFC Freedom 250" kämpfen 14 Mixed-Martial-Arts-Kämpfer gegeneinander. Vor Wochen wurde eine 28 Meter hohe Metallstruktur namens "The Claw" aufgebaut. Die Kuppel wurde natürlich mit einer Lichtshow ausgestattet.
Flugchaos über Washington
Jedoch sorgte die Konstruktion schon am Vorabend für Aufregung bei Piloten. Laut "Simple Flying" reichte ein Linienpilot einen Sicherheitsbericht bei der zuständigen Luftfahrtbehörde FAA ein. Die Lichtshow hat zu Beeinträchtigungen im Cockpit geführt. Der Pilot beschrieb die Show, dass sie "10 Mal schlimmer als jede Laser-Beleuchtungsshow" war.
Der betroffene Pilot war im Anflug auf den Flughafen Ronald Reagan Washington National Airport (DCA). Dann wurde er von der Lichtshow geblendet. Der Flughafen befindet sich nur fünf Kilometer vom Weißen Haus entfernt, wodurch die Lichtshow die Einflugschneise beeinträchtigen kann.
Event sorgt für viel Kritik
Bei Piloten gehört DCA zu den herausfordernden Flughäfen. Der Luftraum über Washington wird intensiv genutzt. In den USA ist es gesetzlich nicht erlaubt, Flugzeuge mit einem Laser zu blenden. Wie "Simple Flying" berichtet, ist weiterhin fraglich, ob die Piloten über die Lichtshow genug informiert worden waren.
Allgemein wurde das "UFC Freedom 250" viel kritisiert. Die Gesamtkosten liegen angeblich bei rund 60 Millionen US-Dollar (rund 52 Millionen Euro). Die Übertragung fand exklusiv nur über Paramount+, der dem Trump-Freund und Multimillionär David Ellison gehört.
Aufregung um offiziellen Präsidenten-Account
Das Public Integrity Project, eine Initiative gegen Korruption, versuchte, das Event wenige Tage davor gerichtlich zu verhindern. Laut ihnen sei es "ein schwerwiegender Missbrauch unserer heiligen Nationaldenkmäler zum privaten Vorteil", wie "ESPN" deren Anwalt zitiert. Zusätzlich wurden bei der Planung die Umweltvorgaben nicht vollständig eingehalten.
Der Start der Veranstaltung wurde wegen der schwierigen Wetterverhältnisse nach hinten verschoben. Darüber berichtete der "Weather Channel" auf X (ehemals Twitter) und sorgte bei einem Account, der zum US-Präsidenten gehört, für eine kindliche Reaktion. Sie bezeichneten den Verfasser des Posts als "Loser ohne Freunde".