A4-Stau-Chaos droht

Ungestaut zum Nova Rock

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Mehr als 200.000 Musikfans pilgern diese Woche wieder zum Nova Rock nach Nickelsdorf.  Der ÖAMTC gibt Tipps, um Staus zu vermeiden.

Nach über 300 Einsätzen im Vorjahr steht der mobile Pannenstützpunkt wieder bereit. „Wir sind auch auf den Anfahrtsrouten unterwegs, um lange Staus aufgrund defekter Fahrzeuge zu verhindern", sagt Pannenhelfer Andreas Müller.

Stau auf A4 droht

Den stärksten Anreiseverkehr erwarten Experten am Donnerstag (11. Juni). Bereits ab heute, 16 Uhr, können „Early Caravan"-Ticketinhaber anreisen. Der ÖAMTC warnt: Abrupte Spurwechsel unbedingt vermeiden – der linke Fahrstreifen muss für den Ungarn-Verkehr freibleiben! Die Zufahrt läuft grundsätzlich über die Abfahrt Nickelsdorf, bei hohem Verkehrsaufkommen alternativ über Mönchhof. Wer Besucher bringt oder abholt: nicht direkt ans Gelände fahren – am Sportplatz Nickelsdorf gibt es einen „Kiss and Ride"-Parkplatz mit Shuttlebus zum Haupteingang.

Tipp: Mit der Bahn stressfrei hin!

Es staut wieder. © APA/HELMUT FOHRINGER

Wer Stau und Parkplatzstress umgehen will, fährt am besten öffentlich. Festival-Sonderzüge verbinden Wien-Meidling direkt mit Nickelsdorf, Shuttlebusse pendeln zwischen Bahnhof und Gelände.

Kuriose Einsätze inklusive

Auf die Pannenhelfer warten hunderte Einsätze – die meisten erst bei der Heimfahrt. „Meist fällt erst knapp vor der Heimreise auf, dass der Autoschlüssel verschwunden ist oder die Batterie leer", schmunzelt Müller. Manchmal müssen sogar Leiterwagen, Kühlschränke oder Stromaggregate repariert werden. Und immer wieder verirren sich Besucher nach vier Festivaltagen auf den riesigen Parkplätzen – auch dann retten die Gelben Engel. Müllers Versprechen: „Wenn gar nichts mehr geht, stehen Clubmobile am Gelände bereit – die Mobilität ist auf jeden Fall gesichert."

Das Nova Rock, Österreichs größtes Rockfestival, startet am Donnerstag sein musikalisches Programm auf drei Bühnen. Über vier Tage werden bis Sonntag insgesamt mehr als 200.000 Fans erwartet. Die ersten standen am Dienstag bereits ante portas: Aufgrund möglicher Gewitter ist die Anreise mit "Early Caravan Ticket" bereits früher möglich. Meteorologisch dürfte die diesjährige Ausgabe ideale Bedingungen bieten. Warme Kleidung für die Abendstunden sei empfohlen.

Es wird weder heiß, noch gatschig. Laut Synoptikabteilung der GeoSphere Austria bleibt es am Donnerstag größtenteils trocken. "Vielleicht ist der eine oder andere kleine Schauer dabei, die Temperaturen werden die 21 Grad-Marke nicht übersteigen", so die Prognose. Ähnlich geht es am Freitag weiter. Auch da sind vor allem am Nachmittag kurze Schauer nicht ausgeschlossen. Die Regenmengen werden sich aber in Grenzen halten.

Durchwachsen dürfte sich das Wetter am Samstag erweisen, wo es am meisten regnen und der Wind merkbar auffrischen kann - mit Böen bis zu 50 km/h. Die Temperaturen bleiben knapp über 20 Grad, in der Nacht fallen sie auf zwölf bis 13 Grad. Am Sonntag dürfte es wieder durchwegs freundlich werden, mit mehr Sonne und Temperaturen bis 22 Grad.

80 Bands sowie heimische Beteiligung

Rund 80 Bands treten heuer auf dem Gelände bei Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) auf. Als Headliner fungieren u.a. Volbeat, Iron Maiden, The Cure und Bring Me The Horizon. Auch einige heimische Acts - wie Shmiffy, die den musikalischen Reigen am Donnerstag um 13.15 Uhr auf der Blue Stage eröffnet, Lemo oder die drei Gewinner des Red-Bull-Bandcontests Pure Chlorine, Cousins und Purple - sind dabei.

Im Ticketpreis für das Festival ist die Müllbeseitigung mittlerweile inkludiert. Eingeführt wird ein Belohnungssystem zur Umweltentlastung: Für die Abgabe eines vollen Müllsackes erhält man einen Fünf-Euro-Gutschein. Dieser kann online für den Kauf eines Early Bird Tickets im Folgejahr eingelöst werden. Zusätzlich gibt es bei Abgabe von zwei oder mehr vollen Müllsäcken eine Gewinnmöglichkeit für Tickets oder Cashless-Guthaben im Folgejahr.

Etabliert hat sich bei dem Open Air das bargeldlose Bezahlen. Ein Chip am "Ticketband" lässt sich online oder an Stationen am Gelände mit Geld aufladen. Restbeträge werden rücküberwiesen. Am Campinggelände gibt es Rücknahmestellen für alle bepfandeten, in Österreich gekauften Einweggetränkeverpackungen aus Kunststoff und Metall. Die Auszahlung erfolgt auf den Cashless-Chip - oder man spendet den Pfand den Caritas Lerncafés im Burgenland.