Viele Schäden

Unwetter zieht Schneise der Verwüstung durchs Land

© facebook/Freiwillige Feuerwehr A
Ein heftiges Unwetter mit Hagel hat im Westen Niederösterreichs für Chaos gesorgt. Die Feuerwehr musste zu zahlreichen Einsätzen ausrücken, um Menschen zu retten und Blockaden zu lösen.

Eine heftige Gewitterzelle zog am Sonntagnachmittag über den Bezirk Amstetten und Teile des Bezirks Scheibbs hinweg. Innerhalb kürzester Zeit kam es zu zahlreichen Einsätzen. Besonders betroffen war die Gemeinde Ernsthofen, wo mehrere Personen auf Gewässern durch plötzlich auftretende Sturm- und Windböen in Seenot gerieten.

Mehrere Bäume stürzten auf Fahrzeuge

Die Einsatzkräfte rückten umgehend aus und brachten die Betroffenen sicher ans Ufer, wobei niemand verletzt wurde. Im gesamten Bezirk führten die starken Windböen zu vielen umgestürzten Bäumen, die Straßen blockierten. Mehrere Bäume stürzten zudem auf Fahrzeuge. Auf der Westautobahn (A1) wurden Autos von umfallenden Bäumen getroffen, wodurch es zu mehreren Verkehrsunfällen kam. Nach ersten Informationen gab es dabei keine Schwerverletzten. Im Bezirk Scheibbs kam es infolge der intensiven Niederschläge zu einem Murenabgang.

Chaos auf den Schienen

In St. Valentin wurde der Bahnverkehr auf einer ÖBB-Strecke beeinträchtigt, da ein Baum auf die Oberleitung stürzte und einen Brand auslöste. Ein Zug musste auf freier Strecke anhalten. Die Einsatzkräfte standen gemeinsam mit den ÖBB im Einsatz, um die Gefahrenstelle abzusichern und die Störung zu beheben. Die Bereichsalarmzentrale der Feuerwehr Amstetten verzeichnete während des Unwetters ein außergewöhnlich hohes Notrufaufkommen. Innerhalb von nur 20 Minuten mussten mehr als 50 Einsätze disponiert werden. Insgesamt gingen hunderte Notrufe bei den Disponenten ein, die die Schadensmeldungen koordinierten.

Professionelles Zusammenwirken der Helfer

Die FF Amstetten teilte via Facebook mit: "Die Gewitterzelle hat innerhalb kürzester Zeit für eine Vielzahl an Schadenslagen gesorgt. Von Menschenrettungen auf Gewässern über Verkehrsunfälle bis hin zu blockierten Verkehrswegen und Schäden an der Bahninfrastruktur waren die Feuerwehren mit unterschiedlichsten Einsatzszenarien konfrontiert. Dank des raschen und professionellen Zusammenwirkens aller Einsatzkräfte konnten die Einsätze effizient abgearbeitet werden". Damit konnten die Folgen der Gewitterzelle schrittweise unter Kontrolle gebracht werden.