Gastgeber legt los
US-Boys starten Heim-WM gegen Paraguay
Die Generation um Kapitän Christian Pulisic soll "Soccer" in neue Sphären hieven. "Können Sie die Weltmeisterschaft gewinnen?", fragte US-Präsident Donald Trump Nationaltrainer Mauricio Pochettino am Rande der WM-Auslosung im Dezember. "Natürlich, Herr Präsident", antwortete der Argentinier pflichtbewusst. Auch bei den "Stars and Stripes" gehört demonstrativer Optimismus zum Pflichtprogramm.
Pochettino übernahm den Posten im September 2024 mit der Mission, die USA zumindest ins Viertelfinale zu führen. Die Auslosung bescherte mit der Türkei, Paraguay und Australien in Gruppe D ein machbares Los auf dem Weg in die K.o.-Phase. Von einer WM-Stimmung war bis zuletzt wenig zu spüren, das Auftaktspiel gegen die Südamerikaner könnte dies ändern. Kapitän Tim Ream sprach von einer "einmaligen" Gelegenheit. "Dadurch kommt mehr Erwartung, mehr Druck. Aber niemand übt mehr Druck auf uns auf, als wir selbst."
Die 1:2-Niederlage gegen Deutschland im letzten Test gab den USA Auftrieb. Pochettino sah ein ausgeglichenes Spiel gegen eine der besten Mannschaften der Welt. In Inglewood südlich von L.A. soll es gegen Paraguay nun klappen. In einem hart geführten Länderspiel-Duell im vergangenen November gewannen die USA mit 2:1. Milans Pulisic führt eine auf dem Papier starke Offensive an, anfällig scheinen die Amerikaner jedoch in der Defensive.
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Paraguay bangte vor der WM um Starspieler Julio Enciso. Der Kreativmann von Straßburg zog sich im letzten Test eine Muskelverletzung zu und dürfte zumindest den Auftakt verpassen. Als Sechster der Südamerika-Quali ist das Team des Argentiniers Gustavo Alfaro erstmals seit 2010 wieder bei der WM vertreten. Der Teamchef versprach: "Wir sind bereit, zu kämpfen."