Neue Zahlen

Viel mehr Tote: Schlangen sind noch gefährlicher als gedacht

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Schlangenbisse sind weltweit eine größere Gefahr als bislang vermutet.
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Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass jedes Jahr mindestens 274.000 Menschen an den Folgen von Schlangenvergiftungen sterben. Möglich seien sogar bis zu 513.000 Todesfälle. Auch die Zahl der Vergiftungen wird auf bis zu sieben Millionen Fälle pro Jahr geschätzt.

Für die Untersuchung wertete ein Forschungsteam Daten aus den Jahren 2007 bis 2025 aus. Allerdings fehlen in vielen Regionen verlässliche Zahlen. Besonders groß sind die Datenlücken in Afrika südlich der Sahara, im Nahen Osten sowie in Teilen Asiens. Viele Betroffene suchen zudem keine Krankenhäuser auf und lassen sich traditionell behandeln.

Besonders gefährdet sind Menschen in armen ländlichen Regionen der Tropen und Subtropen. Indien weist weltweit die höchsten absoluten Zahlen auf, gefolgt unter anderem von Nigeria und Indonesien.

Die Weltgesundheitsorganisation will die Zahl der Todesfälle bis 2030 halbieren. Dafür brauche es mehr Gegengifte, bessere medizinische Versorgung und zuverlässigere Daten. Laut Studie könnten jährlich mindestens 825.000 Menschen durch Schlangenbisse dauerhaft körperlich beeinträchtigt werden.