Alpineinsatz

Vier erschöpfte Wanderer von Berg gerettet

© Bergrettung Saalfelden
Die Polen waren zum Breithorn (2.504 Meter) aufgebrochen.
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Eine Bergtour im Salzburger Pinzgau hat für vier Urlauber aus Polen am Donnerstagabend mit einem Rettungseinsatz geendet. Die zwei Männer und zwei Frauen waren am Nachmittag von Maria Alm zum Breithorn (2.504 Meter) im Steinernen Meer aufgebrochen.

Auf dem anspruchsvollen Südanstieg kamen sie jedoch in rund 2.400 Metern Höhe nicht mehr weiter. In dem ausgesetzten Gelände waren die Bergsteiger überfordert und völlig erschöpft, sodass sie gegen 18 Uhr einen Notruf absetzten.

Rettung per Tau aus steilem Gelände

Da ein sicherer Abstieg aus eigener Kraft nicht mehr möglich war, rückte der Polizeihubschrauber "Libelle" aus. Die vier Alpinisten wurden per Tau aus dem schwierigen Gelände geborgen und anschließend sicher nach Maria Alm geflogen. Neben der Hubschrauberbesatzung standen auch ein Alpinpolizist sowie zwei Bergretter im Einsatz.

Bergrettung warnt vor Selbstüberschätzung

Nach dem Einsatz richtete die Salzburger Bergrettung erneut einen eindringlichen Appell an alle Wanderer und Bergsteiger. Touren sollten sorgfältig geplant und die eigenen Fähigkeiten realistisch eingeschätzt werden. Gerade anspruchsvolle Routen mit ausgesetzten Passagen und Kletterstellen erfordern ausreichend Erfahrung und eine gute Vorbereitung. Bereits am selben Vormittag hatte die Bergrettung im Bereich der Passauer Hütte eine weitere erschöpfte Person bergen müssen. Die Einsatzkräfte raten deshalb, genügend Zeit- und Kraftreserven einzuplanen und im Zweifel lieber eine weniger anspruchsvolle Tour zu wählen.