Proteste vor Stadion

Während WM-Spiel fliegen Molotow-Cocktails

© APA/AFP/MARCO ANTONIO MARTINEZ
Heftige Proteste überschatten den Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko-Stadt. Vor dem Aztekenstadion kam es zu schweren und gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei.
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während im Stadion die Nationalhymne erklang und das Turnier offiziell begann, eskalierte die Situation direkt vor den Toren der Sportstätte komplett. Bewaffnete Spezialeinheiten der Polizei stürmten gegen die Demonstrierenden vor, nachdem die Proteste in unmittelbarer Nähe des Stadions in offene Gewalt umgeschlagen waren.

Tumulte an den Sicherheitszäunen

Ausgangspunkt der Demonstration war ein Marsch am früheren Tag. Gruppen von Müttern, deren Kinder zu den Verschwundenen gehören und von denen befürchtet wird, dass sie von Drogenkartellen getötet wurden, zogen mit Flyern vermisster Personen durch die Stadt. Sie protestieren bereits die gesamte Woche, um Aufmerksamkeit auf ihre Situation zu lenken.

Als die Eröffnungszeremonie startete, gewann der Protest massiv an Dynamik. Die Demonstrantinnen und weitere Gruppen drängten Berichten zufolge an den Sicherheitszäunen vorbei und stürmten den äußeren Bereich des Stadiongeländes.

Angriffe auf berittene Polizei

Die Lage vor dem Aztekenstadion geriet schnell außer Kontrolle, als Gruppen eine Vielzahl von Wurfgeschossen auf berittene Polizisten schleuderten. Neben Steinen, Bananen und orangefarbenen Blumensträußen flogen auch Molotowcocktails in Richtung der Beamten. Direkt neben den Polizeipferden schlugen Flammen empor. Sicherheitskräfte versuchten, die Lage unter Kontrolle zu bringen, und setzten Feuerlöscher gegen einige der Protestierenden ein. Bei den heftigen Konfrontationen wurde auch eine Polizistin schwer verletzt; sie erlitt eine blutende Wunde am Kopf.