Reaktor wegen Wassermangel abgeschaltet
Die anhaltend niedrigen Pegelstände der Donau sorgen in Rumänien für eine ernste Energiekrise. Beim Atomkraftwerk Cernavodă musste bereits ein Reaktor abgeschaltet werden, weil nicht mehr genügend Kühlwasser zur Verfügung stand.
Nun geht es darum, den verbleibenden Reaktor zu sichern und die Wasserversorgung für die Kühlung aufrechtzuerhalten.
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Militär sprengt Donau für Wasserumleitung
Um den Wasserfluss zu verbessern, wurden Spezialkräfte der rumänischen Marine eingesetzt. Sie führten am Sonntag eine gezielte Sprengung in der Donau durch.
Das Ziel: Hindernisse im Flussbett zu beseitigen und das Wasser in einen Bereich umzuleiten, der das Atomkraftwerk mit ausreichend Kühlwasser versorgen kann. Doch der erste Versuch brachte offenbar nicht den gewünschten Erfolg. Die Sprengung reichte nicht aus – bereits am Montag sollen weitere Detonationen folgen.
Stromproduktion massiv eingebrochen
Die niedrigen Wasserstände treffen Rumänien besonders hart, weil die Donau eine wichtige Rolle für die Energieversorgung des Landes spielt.
Neben dem Atomkraftwerk sind auch Wasserkraftwerke betroffen. Durch den Rückgang der Stromproduktion wächst der Druck auf das gesamte Energiesystem. Die Regierung reagierte bereits: Wegen der angespannten Lage wurde für den gesamten August ein landesweiter Notstand ausgerufen.
Extreme Trockenheit verschärft Situation
Die Donau führt derzeit ungewöhnlich wenig Wasser. Die Kombination aus anhaltender Hitze, fehlenden Niederschlägen und niedrigen Pegelständen stellt viele Länder entlang des Flusses vor Probleme.