Bürgerprotest

Wegen Spitals-Aus: Gmünder wollen Land klagen

© Hofmeister Generalplaner
Während das Land Niederösterreich den Start für eine neue Tagesklinik im Frühjahr 2027 ankündigt, wächst in der Bevölkerung die Angst vor einem Qualitätsverlust der hiesigen Gesundheitsversorgung.
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Seit Wochen sorgt der Plan des Landes Niederösterreich für Wirbel im Waldviertel: Das traditionsreiche Spital in Gmünd soll verschwinden, stattdessen wird eine neue Gesundheitsklinik (siehe Plan-Fotos) entstehen. Offiziell heißt es, der Baustart sei spätestens fürs kommende Frühjahr fixiert. Viele Bürger fürchten allerdings, dass damit die medizinische Versorgung vor Ort ausgedünnt wird - entgegen der Versprechen des Landes. Auf einer Infoveranstaltung am Samstag prallten Sorgen, Ärger und politische Botschaften offen aufeinander.

So soll die neue Gesundheitsklinik in Gmünd aussehen. © Hofmeister Generalplaner

Die neue Tagesklinik wird laut Angaben sogar mehr bieten als das bisherige Spital, nur ohne Bettenstation, versucht man die Menschen zu beschwichtigen. Chronisch kranke Menschen sollen schneller Hilfe bekommen, Wartezeiten sinken. Dabei weist die Landesgesundheitsagentur explizit darauf hin, dass niemand etwas zahlen müsse - und auch keine Privatmedizin drohe. Die Gmünder bleiben jedoch skeptisch: Der Verein "LKGmündbleibt" kämpft weiter für den Erhalt des Spitals und fordert die Stadt auf, rechtlich gegen das Land vorzugehen.

Das Aus des Landesklinikums Gmünd bereitet vielen Waldviertlern Sorge. © Landesklinikum Gmünd

Fix ist: Die Gesundheitsklinik soll kommen, das bestätigt das Land ohne Einschränkung. Gleichzeitig räumt Landesrat Anton Kasser (ÖVP) ein, dass darüber viel zu spät kommuniziert worden sei. Ende Juni steht indessen eine Volksbefragung an, bei der die Bevölkerung entscheiden soll, ob die Stadt eine Klage einbringen wird. Angestoßen wurde die Befragung von "LKGmündbleibt".