Aus Homophobie

Mit Schere & Pfanne: Mutter soll Sohn attackiert haben

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Eine Mutter soll versucht haben, ihren eigenen Sohn zu töten. Hintergrund der mutmaßlichen Attacke soll die sexuelle Orientierung des Mannes gewesen sein.
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Die Attacke ereignete sich bereits Anfang Juni in einem Hotel in Unterhaching. Dort übernachteten ein 23-Jähriger und sein 21-jähriger Partner. Laut Polizei verschafften sich die Mutter des 23-Jährigen und dessen Zwillingsbruder Zutritt zum Hotelzimmer.

Die 51-Jährige soll mehrfach mit einer Schere in Richtung des 21-Jährigen gestochen haben. Der Bruder soll gleichzeitig mit Fäusten und einer Bratpfanne auf ihn eingeschlagen haben. Ein Hotelmitarbeiter wurde durch Hilferufe aufmerksam und verständigte die Polizei.

Opfer verletzt, Täter zunächst frei

Beide Männer wurden bei dem Angriff verletzt. Der 21-Jährige musste im Krankenhaus behandelt werden, sein Partner erlitt leichte Verletzungen. Die mutmaßlichen Angreifer konnten zunächst festgenommen werden, kamen aber vorerst wieder auf freien Fuß.

Ermittler sehen homophobes Motiv

Im Zuge der weiteren Ermittlungen verdichteten sich laut Behörden die Hinweise auf ein homophobes Motiv. Daraufhin übernahm die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus die Ermittlungen.

Auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft wurden schließlich Haftbefehle wegen eines versuchten Tötungsdelikts erlassen. Die 51-jährige Mutter und ihr 23-jähriger Sohn wurden erneut festgenommen und sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft.

Schwere Vorwürfe

Die Ermittler prüfen nun, ob die Tat tatsächlich aus Hass auf die sexuelle Orientierung des Paares verübt wurde. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen den Beschuldigten empfindliche Strafen. Für beide gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.