Quälgeister
Wespenplage: Wirt streicht Preiselbeeren
Die Quälgeister suchen sich im Spätsommer gezielt Zucker und süße Lebensmittel als Energielieferanten. Dadurch werden sie auch in Biergärten schnell zur Plage und stellen eine Gefahr für Menschen dar. Auf der Terrasse des Alten Wirts in Grünwald in Bayern zündet Inhaber Jakob Portenlänger alten Kaffeesatz in einem kleinen Krug an, um die Insekten mit einem Feuerzeug oder Streichholz abzuräuchern. Kaffeesatz und elektrisch betriebene Wedler sind seine bevorzugten Werkzeuge zur Insektenabwehr, während verschiedene Fallen zuvor nicht halfen. Schon beim Frühstücksbuffet des Hotels schwirren die Tiere um die Süßwaren und wechseln beim Öffnen des Biergartens nach draußen.
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Erste Hilfe bei Stichen
Ein ernster Vorfall mit Rettungswagen blieb im Alten Wirt in diesem Jahr bisher aus. Nach Stichen halfen bislang stets Eiswürfel und eine Zwiebelhälfte. Bei Allergikern oder Kindern rät Portenlänger jedoch dazu, im Ernstfall schnell zu reagieren und direkt den Notruf zu wählen.
Preiselbeeren nur auf Wunsch
Alexander Moosbauer vom Ayinger Bräustüberl entschied sich wegen der vielen Insekten für einen drastischen Schritt und streicht Preiselbeeren regulär vom Teller. Die süße Beilage wird nur noch auf ausdrücklichen Wunsch serviert, worauf eine rote Umrandung auf der Karte hinweist. Gast Johannes Lippl genießt sein Schnitzel dort auch ohne die süßen Beeren.
Wasser täuscht Regen vor
Zusätzlich nutzt Moosbauer Sprühflaschen mit Wasser, um den Tieren Regen vorzutäuschen und sie zum Rückzug zu bewegen. Allerdings verschwinden die Flaschen regelmäßig, weil Gäste sie mit nach Hause nehmen. Stammgast Franz Schabmair schützt sein Getränk unterdessen ganz pragmatisch mit einem eigenen Bierdeckel für seinen Steinkrug.