Könnte steigen

Wien: 2 Mio. Dürreschaden, Weinernte in Gefahr

© APA/HARALD SCHNEIDER
Schätzungen der Hagelversicherung zufolge belaufen sich landwirtschaftlichen Dürreschäden in Wien auf rund zwei Mio. Euro. Zu der österreichweit geschätzten Milliarde ist dies ein geringer Wert, was an der guten Bewässerungsmöglichkeit der vorherrschenden Gemüsekulturen liegen soll.
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Laut der Wiener Landwirtschaftskammer investieren die Betriebe zudem stark in "effizientere Bewässerungssysteme, wassersparende Produktionstechniken, humusaufbauende Maßnahmen und klimafitte Bewirtschaftungsformen".

Dennoch verzeichnet man Ausfälle, etwa durch Hitzestress beim Gemüse oder Schäden bei Mais und Sonnenblumen.

Schadenssumme könnte noch steigen

Für einen Sprecher der Hagelversicherung ist die heurige Dürre in Wien verglichen mit den eher hagelgeprägten Vorjahren dennoch "ein außerordentliches Ereignis". Die Schadenssumme könnte zudem noch steigen, da Soja und Wein bisher nicht eingerechnet sind. Gerade beim Wein erwartet die Landwirtschaftskammer Ertragseinbußen von bis zu 20 Prozent: "Die Entwicklung der Reben verläuft heute häufig schneller als noch vor einigen Jahren, wodurch sich der Erntebeginn immer weiter nach vorne verschiebt." So werde heuer schon mit einem Erntebeginn Ende August gerechnet. Da besonders Junganlagen unter dem Wassermangel leiden, muss laut der Kammer "teilweise die Traubenlast reduziert werden", um die Rebstöcke vor weiteren Schäden zu bewahren.