Nach Erdbeben

Wunder in Venezuela! Junge (11) nach 4 Tagen aus Trümmern gerettet

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Nach dem verheerenden Doppelbeben in Venezuela herrscht pure Verzweiflung. Fast 79.000 Menschen werden noch vermisst, doch die Rettung eines elfjährigen Jungen grenzt an ein medizinisches Wunder.
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Am Samstag meldeten Angehörige in Venezuela noch immer rund 79.000 Menschen als vermisst. Die Katastrophe löst auch in Österreich große Anteilnahme aus, während die Chancen, Überlebende zu finden, von Stunde zu Stunde sinken. Ein kleines Wunder gab es jedoch in Caraballeda, der Hauptstadt des am schwersten betroffenen Bundesstaats La Guaira: Retter konnten dort einen elfjährigen Jungen lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses bergen.

Interimspräsidentin Delcy Rodríguez teilte ein Video der Rettung auf X und schrieb dazu: "Vor wenigen Minuten wurde ein 11-jähriger Junge lebend in Caraballeda gerettet. In diesen Stunden ist jedes Leben Hoffnung für Venezuela."

Die Hoffnung schwindet

Trotz dieses Erfolgs zeichnen die Berichte vor Ort ein düsteres Bild. Anwohner müssen mit Atemmasken über die staubigen Trümmerberge klettern, während sich in der extremen Hitze bereits Verwesungsgeruch ausbreitet. Aktuell sind über 14.000 Soldaten und Polizisten sowie zahlreiche zivile Helfer im Einsatz. Offiziell wurden bislang 1430 Tote und mehr als 3200 Verletzte registriert. Laut der Vermisstenseite "Desaparecidos Terremoto Venezuela" ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass ein Großteil der 79.000 Vermissten nicht mehr am Leben ist, da das kritische Zeitfenster für Bergungen von 48 bis 72 Stunden bereits überschritten wurde.

Wut auf Regierung

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Das schwere Doppelbeben mit den Stärken 7,2 und 7,5 ereignete sich am Mittwochabend im Abstand von nur 39 Sekunden westlich der Hauptstadt Caracas. Seither wurden rund 430 Nachbeben registriert. Unterdessen wächst in der Bevölkerung der Zorn auf die Behörden.

Medien berichten von schweren Vorwürfen gegen die Polizei und die Nationalgarde. Der Helfer Yeison Marcano kritisierte die Einsatzkräfte scharf: "Sie kamen, um Arepas zu essen und Fotos zu machen, damit es so aussieht, als würden sie arbeiten. Sie haben sich nicht einmal ihre Uniformen schmutzig gemacht."