Deutschland

Zwei Siege, trotzdem raus: Klopp in der Rechenfalle

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"Stotter-Start", urteilt die Presse über Jürgen Klopp. Nach der Nullnummer in Griechenland droht dem DFB-Team nun auch ein bitteres Erwachen beim Rechnen. Selbst ein perfekter November könnte zu wenig sein.
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Deutschland kam am Sonntagabend in Thessaloniki gegen Griechenland nicht über ein 0:0 hinaus. Damit liegt das Team von Bundestrainer Jürgen Klopp in seiner Nations-League-Gruppe drei Punkte hinter den Viertelfinalplätzen. Und selbst zwei Siege im November könnten zu wenig sein.

"Klopps Stotter-Start", titelte die Bild nach einem Sieg aus vier Spielen. Die spanische AS urteilte: "Die Klopp-Ära kommt nicht in Gang." Der kicker beschrieb das sportliche Problem: "Kein Durchkommen in Griechenland: DFB-Elf verliert nach starkem Durchgang den Faden."

Jetzt droht Deutschland auch noch im Kleingedruckten hängen zu bleiben.

Drei Teams, zwei Tickets

Die Niederlande und Griechenland führen mit jeweils acht Punkten, Deutschland hat fünf. Weiter geht es in Belgrad gegen Serbien (13. November), danach in Berlin gegen die Niederlande (16. November).

Die Rechenfalle schnappt zu, wenn alle drei Mannschaften am Ende elf Punkte haben. Dafür müsste Deutschland zweimal gewinnen, die Niederlande müssten Griechenland schlagen und die Griechen wiederum Serbien besiegen.

Dann zählt eine eigene Tabelle aus den direkten Duellen dieser drei Teams: zuerst die Punkte, danach die Tordifferenz und schließlich die erzielten Tore. Die Ergebnisse gegen Serbien bleiben bei diesen Kriterien außen vor.

So würden zwei Siege nicht reichen

Ein konkretes Beispiel: Deutschland schlägt Serbien und gewinnt anschließend 1:0 gegen die Niederlande. Oranje besiegt Griechenland ebenfalls 1:0, die Griechen gewinnen gegen Serbien.

Zusammen mit den bereits gespielten Ergebnissen entsteht diese Dreiertabelle:

Zwei Siege könnten zu wenig sein: In diesem Rechenbeispiel entscheidet bei gleicher Punktzahl und Tordifferenz die Zahl der erzielten Tore gegen Deutschland. © oe24

Zweimal gewonnen, trotzdem verrechnet

Gleiche Punkte, gleiche Tordifferenz – aber Deutschland hat die wenigsten Tore erzielt. Die Folge: Platz drei, Viertelfinale verpasst.

Das ist ein mögliches Szenario, keine Prognose. Deutschlands bisherige Ausbeute gegen die beiden Rivalen macht es möglich: ein 1:1 gegen die Niederlande, ein 0:1 und ein 0:0 gegen Griechenland. Selbst ein Schützenfest gegen Serbien könnte daran in diesem Beispiel nichts ändern.

Die griechische Zeitung To Vima sprach nach dem Remis von einem Punkt, "der Gold wert sein könnte". Diese Rechnung liefert einen ziemlich guten Grund dafür.

Ein Tor zwischen Aus und Gruppensieg

Ein deutsches 2:0 statt eines 1:0 gegen die Niederlande würde bei ansonsten gleichen Ergebnissen alles drehen: Deutschland hätte im Dreiervergleich die beste Tordifferenz und wäre dann sogar Gruppensieger.

Für Klopp könnte es deshalb im November heißen: Die Mannschaft führt – und muss trotzdem weiter nach vorne spielen.