Enthüllung
Zweiter Terror-Verdächtiger von Berlin war seit 2024 ausreisepflichtig
Taymaz S. (38) wurde nach dem Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day als zweiter Verdächtiger festgenommen. Nach den bisherigen Ermittlungen fanden die Behörden jedoch keine ausreichenden Hinweise dafür, dass der Iraner tatsächlich in das Tatgeschehen verwickelt war. Laut Sicherheitskreisen könnten sich Taymaz S. und Abdul Ballout (21) gekannt haben, das berichtet die deutsche Bild. Taymaz S. hielt sich demnach in der Nähe des Tatorts auf und hatte offenbar eine Kopfverletzung. Da im Tatfahrzeug die Frontscheibe auf Höhe des Beifahrersitzes kaputt war, ging man zunächst davon aus, dass dies durch einen möglichen Beifahrer beim Aufprall verursacht wurde. Gesucht wurde daher ein potenzieller Beifahrer mit Kopfverletzung.
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Verdacht nicht bestätigt
Doch der Verdacht, Taymaz S. habe sich im Fahrzeug befunden, bestätigte sich nicht. Seine DNA-Spuren konnten im Tatfahrzeug nicht festgestellt werden, so Bild weiter.
Die Folge: Der Festgenommene wurde wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Der Iraner ist seit dem 22. August 2024 ausreisepflichtig, wie aus einer Asylakte hervorgeht, aus der auch Bild zitiert. Die Liste seiner Straftaten ist mutmaßlich lang und umfasst wohl Verurteilungen wegen mehrfacher gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte, Bandendiebstahl und räuberischer Erpressung.
Aufenthaltsort unbekannt
Taymaz S. kam laut Akte 2011 als Vierzehnjähriger mit seiner Mutter nach Deutschland und erhielt Flüchtlingsschutz, welcher im August 2024 aufgrund der Delikte widerrufen wurde. Dennoch kam er nicht in Abschiebehaft, sondern wurde auf freien Fuß gesetzt. Die Sicherheitsbehörden sollen sich entschieden haben, ihn zu observieren, doch der Iraner ist den Verfolgern offenbar entwischt. Sein Aufenthaltsort ist derzeit unbekannt, womit er sich vermutlich irgendwo in der Hauptstadt aufhält.