200 Mrd. Euro Ausfall

Haselsteiner empfiehlt Griechen-Insolvenz

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Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner empfiehlt, Griechenland "kontrolliert insolvent werden" zu lassen. Banken, die bisher die höhere Rendite griechischer Staatsanleihen kassiert und damit spekuliert haben, müssten nun auch die Kosten tragen, sagte der Unternehmer am Rande seiner Bilanzpressekonferenz.

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Wenn andere Staaten jetzt Griechenland aushelfen, dann würde erst die Auszahlung dieser spekulativ hohen Renditen ermöglicht, argumentiert Haselsteiner. Es müsse daher "irgendein Insolvenzverfahren" geben.

Folgen für den Euro befürchtet Haselsteiner nicht. Auch einen Ausschluss Griechenlands aus de Eurozone wünscht der Unternehmer nicht, nur wenn die Regierung des Landes selber das wünschen sollte, solle man es ermöglichen.

Wer spekuliert hat, muss auch Risiko tragen

Haselsteiner hegt auch starke Zweifel, dass der Geldbedarf - nach derzeitigem stand 135 Mrd. Euro über drei Jahre - halten wird. Das würden wohl zumindest 200 Mrd. Euro, mutmaßt er.

Griechenland müsse unter Aufsicht eines "Insolvenzverwalters" wie der "Pariser Club" gestellt werden, sonst würde sich die Bevölkerung die nötigen massiven Einschnitte "nicht gefallen lassen". Der Pariser Club mit 19 ständigen Mitgliedern vermittelt zwischen verschuldeten Staaten und ihren Geldgebern.