Japan sieht Ende der Deflation nahe
Der Produktionsausstoß erhöhte sich im Vergleich zum Vormonat um saisonbereinigt 1,1 Prozent. Positive Nachrichten gab es auch von Japans Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote sank im selben Monat auf 3,7 Prozent nach 4,0 Prozent im Vormonat. Das ist der niedrigste Stand seit sechs Jahren.
Entscheidend wird nach Ansicht von Ökonomen nun aber sein, ob die Unternehmen des Landes ihre gestiegenen Profite dazu nutzen, die Löhne zu erhöhen. Im Frühjahr stehen Lohnverhandlungen zwischen großen Arbeitgebern und den Gewerkschaften an.
Ökonomen sehen ein Risiko in der am 1. April anstehenden Erhöhung der Verbrauchersteuer von derzeit fünf auf acht Prozent. Dies könnte die Ausgaben der Konsumenten drücken. Ohne Gehaltssteigerungen, die die Inflation abfedern, würde die Kaufkraft der Haushalte sinken.
Vor diesem Hintergrund wird Ministerpräsident Shinzo Abe nicht müde, die Wirtschaft dazu zu drängen, die Löhne zu erhöhen. Die verbesserte Ertragslage der Unternehmen sowie der langsame Mangel an Arbeitskräften könnte nach Ansicht mancher Ökonomen dazu führen, dass Unternehmen tatsächlich ihre Löhne erhöhen.