"Generalprobe"
Düstere Prognose: DeepMind-Chef warnt vor KI-Zukunft
29.05.2026Der Chef von Google DeepMind schlägt Alarm: Künstliche Intelligenz könnte die Welt schon in wenigen Jahren drastischer verändern als jede technologische Revolution zuvor. Besonders eine Prognose sorgt jetzt für Aufsehen.
Demis Hassabis, Chef des Google-KI-Unternehmens DeepMind, rechnet damit, dass künstliche Intelligenz noch vor Ende des Jahrzehnts Fähigkeiten erreichen könnte, die über menschliches Denken hinausgehen.
- DIESER KI-Riese überholt jetzt ChatGPT-Macher
- EU-Zoff um KI-Fabrik: Wien droht mit Ausstieg
- Wildgewordene Microsoft-KI terrorisiert Nutzer
Wie das Magazin Digit berichtet, hält Hassabis ein Zeitfenster rund um das Jahr 2030 für realistisch, möglicherweise sogar früher.
„Nur eine Generalprobe“
Die heutigen KI-Systeme seien laut Hassabis erst der Anfang. Programme, die bereits heute komplexe Aufgaben selbstständig planen und ausführen können, bezeichnete er als eine Art „Generalprobe“ für deutlich leistungsfähigere Technologien. Künftig könnten Maschinen nicht nur Aufgaben erledigen, sondern selbstständig lernen, kreativ arbeiten und Probleme lösen, über verschiedenste Wissensgebiete hinweg.
Wandel schneller als Industrialisierung
Besonders drastisch fiel ein Vergleich des KI-Experten aus: Laut Hassabis könnte künstliche Intelligenz die Gesellschaft rund hundertmal stärker verändern als die industrielle Revolution und das in einem Bruchteil der Zeit. Mit dieser Warnung wolle er laut Digit vor allem Politiker, Unternehmen und Forscher aufrütteln, damit Sicherheitsregeln und Kontrollmechanismen nicht zu spät kommen.
Auch international lösten die Aussagen Diskussionen aus. Vor allem in China wurde intensiv darüber debattiert, ob Staaten und Unternehmen überhaupt auf die Geschwindigkeit der Entwicklung vorbereitet sind. Mehrere Experten warnten laut Medienberichten davor, dass sich KI-Technologien schneller entwickeln könnten als Gesetze, Sicherheitsstandards oder Notfallpläne.
„Einstein-Test“ für Super-KI
Um zu erklären, wie leistungsfähig zukünftige Systeme werden könnten, brachte Hassabis ein Gedankenexperiment ins Spiel. Seine Frage: Könnte eine KI, ausgestattet nur mit Wissen aus der Zeit vor 1901, selbstständig Einsteins Relativitätstheorie entwickeln? Aktuelle Modelle würden daran noch scheitern. Für kommende Generationen von KI hält Hassabis das jedoch für durchaus möglich.