Rivale zieht vorbei

DIESER KI-Riese überholt jetzt ChatGPT-Macher

Im Rennen um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz gibt es überraschend einen neuen Spitzenreiter: Das US-Unternehmen Anthropic, bekannt durch seinen KI-Chatbot Claude, hat seinen Konkurrenten OpenAI bei der Bewertung überholt. 

Nach einer neuen Finanzierungsrunde wird Anthropic laut Unternehmensangaben inzwischen mit rund 965 Milliarden US-Dollar bewertet. Erst vor wenigen Monaten lag der geschätzte Unternehmenswert noch deutlich niedriger.

Damit zieht die Firma an OpenAI vorbei, jenem Unternehmen hinter ChatGPT, das zuletzt auf rund 852 Milliarden Dollar taxiert wurde.

Fokus auf Unternehmen statt Privatkunden

Anthropic verfolgt seit Beginn eine andere Strategie als viele Konkurrenten. Während ChatGPT vor allem Millionen Privatnutzer ansprach, konzentrierte sich Claude stärker auf Firmenkunden und professionelle Anwendungen. Mit dem frischen Kapital soll vor allem die technische Infrastruktur massiv erweitert werden. Ziel ist es, die steigende Nachfrage nach Claude und anderen KI-Diensten bewältigen zu können.

Amazon investiert Milliarden

Zu den wichtigsten Unterstützern zählt auch der Online-Riese Amazon. Der Konzern hatte bereits angekündigt, Milliarden in Anthropic investieren zu wollen. Im Gegenzug setzt das KI-Unternehmen langfristig auf Amazons Cloud-Technologie, ein Geschäft, das sich laut Berichten über viele Jahre erstrecken könnte.

Parallel dazu steht Anthropic auch politisch im Fokus. Medienberichten zufolge gibt es Spannungen mit dem US-Verteidigungsministerium. Hintergrund sollen Sicherheitsbedenken rund um militärische Anwendungen von KI-Technologien sein. Während OpenAI zuletzt enger mit US-Behörden kooperierte, zeigte sich Anthropic bei bestimmten Einsätzen zurückhaltender.

Börsengang könnte folgen

Sowohl Anthropic als auch OpenAI gelten inzwischen als mögliche Kandidaten für einen Börsengang. Branchenbeobachter rechnen damit, dass eines oder sogar beide Unternehmen noch heuer den Schritt an die Börse wagen könnten.

Der Wettbewerb im KI-Sektor dürfte sich damit weiter verschärfen.

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