Sommerzeit
Warum DIESE Zeitumstellung besonders schädlich für uns ist
03.03.2026Bald ist es wieder so weit: Die Uhren werden vorgestellt! Endlich längere, laue Frühlingsabende. Klingt toll, oder? Doch für unseren Körper ist der Sprung in die Sommerzeit alles andere als ein Grund zur Freude. Er bedeutet puren Stress und kann sogar richtig gefährlich werden.
Am Sonntag, den 29. März, wandert der Zeiger wieder von 2 auf 3 Uhr morgens und uns wird eine Stunde Schlaf geraubt. Während uns das Zurückstellen im Herbst meist leichtfällt, bringt uns die Zeitumstellung im Frühling ordentlich aus dem Gleichgewicht. Unsere innere Uhr, die alles von unserem Herzschlag bis hin zur Stimmung steuert, gerät massiv ins Stolpern.
Gestörter Biorhythmus
Besonders für die sogenannten „Eulentypen“, also Menschen, die abends länger wach sind, wird die Umstellung zur Qual. Wenn die Sonne plötzlich abends länger scheint, wird die Produktion des Schlafhormons Melatonin gebremst. Die Folge: Sie fühlen sich hellwach, obwohl Ihr Körper dringend Ruhe bräuchte und am nächsten Morgen fühlen Sie sich völlig gerädert. Der Körper reagiert mit einem klassischen Mini-Jetlag. Plötzlich passt der eigene Biorhythmus überhaupt nicht mehr zur Uhrzeit an der Wand.
Darum ist die Sommerzeit so gefährlich
Tatsächlich entspricht die Winterzeit viel eher unserem natürlichen Biorhythmus. Die erzwungene Sommerzeit hingegen setzt unseren Körper unter massiven Stress: Eine Studie aus Schweden zeigt, dass die Herzinfarktrate in den ersten drei Tagen nach der Umstellung im Frühling leicht ansteigt. Außerdem zeigen US-Daten, dass das Risiko für Verkehrsunfälle in den Tagen nach der Frühlings-Umstellung um bis zu fünf Prozentpunkte in die Höhe schnellt! Schlafmangel und Unaufmerksamkeit fordern hier ihren Tribut.
Mentales Chaos
Das große Problem bei der Sommerzeit ist das Licht. Unser Schlaf-Wach-Rhythmus wird stark vom Licht gesteuert. Im dunklen Winter produziert unser Körper viel vom Müdigkeitshormon Melatonin. Mit der Umstellung auf die Sommerzeit werden wir abends plötzlich mit viel mehr Helligkeit geflutet – der Melatoninspiegel sinkt. Doch unsere Hormone und die innere Uhr lassen sich nicht einfach wie ein Ziffernblatt umstellen. Der Körper braucht Tage, oft sogar Wochen, um sich neu zu synchronisieren. Das helle Tageslicht am Abend wird zur echten Einschlaf-Bremse.
So tricksen Sie die Zeitumstellung aus
Damit Sie die Zeitumstellung besser verkraften, können Sie sich vorbereiten:
- Der 10-Minuten-Trick: Beginnen Sie schon eine Woche vorher, jeden Morgen zehn Minuten früher aufzustehen. So gewöhnen Sie sich schleichend an die neue Zeit.
- Licht-Dusche: Tanken Sie tagsüber so viel echtes Sonnenlicht wie möglich, um den Hormonhaushalt zu regulieren.
- Abend-Modus: Dunkeln Sie Ihre Zimmer am Vorabend der Umstellung gut ab, um dem Gehirn "Nacht" zu signalisieren.
- Mittagsschlaf-Verbot: Verzichten Sie am Tag der Umstellung (Sonntag) konsequent auf ein Nickerchen – so finden Sie abends besser in den Schlaf.
- Montags-Boost: Stehen Sie am Montag sofort zügig auf, um den Kreislauf direkt in Schwung zu bringen.
Hören Sie auf Ihren Körper und geben Sie ihm die Zeit, die er braucht.