Abrechnung
Nach "Playboy"-Shooting: Eva Habermann packt über sexuelle Schikane am Set aus
09.03.2026Als Schauspielerin machte sie viele verstörende Erfahrungen, jetzt erzählt sie, dass sie einen Hauptdarsteller sexuell bespaßen sollte, nur um vom Regisseur Anerkennung zu bekommen.
Erst unlängst sorgten ihre Lichtbilder im „Playboy“ für beträchtliches Aufsehen; nunmehr thematisiert Eva Habermann (50) die Schattenseiten einer Laufbahn im Licht der Öffentlichkeit. Konkret berichtet sie von Akten sexueller Schikane am Filmset. In den 1990er-Jahren habe sie ein Regisseur mit seinen Anweisungen zutiefst befremdet. „Er kam während der Dreharbeiten auf mich zu und sagte, ich solle doch mal den Hauptdarsteller sexuell bespaßen, der könne schon gar nicht mehr spielen.“
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Machtgefüge der Branche
Die Repressalien verschärften sich zusehends, als Habermann Widerstand leistete: „Ich antwortete, das kann der sowieso nicht – und habe mich die restlichen Dreharbeiten von dem Regisseur schikanieren lassen müssen.“ Obschon die hierarchischen Machtgefüge der Branche nach wie vor schwer zu durchbrechen seien, konstatiert sie doch wesentliche Verbesserungen: „Es spielt keine Rolle, wer der Regisseur war. Ich könnte etliche ähnliche Beispiele nennen. Der Umgang mit Frauen hat sich seit den 90ern zum Glück deutlich verändert. Ich bin mit einer sehr selbstbewussten Mutter aufgewachsen, die meiner Schwester und mir früh vermittelt hat, dass niemand über unseren Körper oder unsere Entscheidungen bestimmt. Dieses Selbstverständnis hat mir auch als junge Schauspielerin sehr geholfen“, erläutert sie im Gespräch mit der „Bild“.
Auf die Frage, weshalb sie sich ausgerechnet im Alter von 50 Jahren für den „Playboy“ enthüllte, entgegnet sie: „Es hat sich erst jetzt rundum richtig angefühlt“. Sowohl in beruflicher als auch in privater Hinsicht scheint das Glück der Deutschen derzeit vollkommen. Ihr Lebensgefährte, der Filmemacher Alexander König, weilt seit nunmehr einer Dekade an ihrer Seite und erweist sich bei jedweder Entscheidung als loyale Stütze.