Vor Wien-Stopp
Till Lindemann sorgt für neuen Konzert-Wirbel
Till Lindemann füllt auch als Solo-Künstler die größten Konzerthallen. Zum Auftakt seiner Solo-Tournee "Meine Welt" spielte der umstrittene Rammstein-Frontmann am Mittwoch vor mehr als 10.000 Fams in der Leipziger Quarterback Arena. In 90 intensiven Minuten bannte der 62-Jährige das Publikum - mit musikalischer Wucht, provokanten Texten und Bühnenbildern. Am 29. November spielt Lindemann in der Wiener Stadthalle.
Lindemann inszenierte zum Tourauftakt zu wummernden Bassklängen und zu Tänzerinnen, die auf Podesten fünf Meter in die Höhe schwebten, eine gewaltige Show. In keinem der Songs fehlte es an der Lindemann-typischen Provokation: Nonnen tanzten in Strapsen, die Drummerin warf Torten ins Publikum, und auf der riesigen Leinwand wurde viel nackte Haut, Blut oder auch Erbrochenes gezeigt. Dazu gab es gleich drei Premieren. Auch vom neuen Song-Aufreger "Prostitution".
Der Rammstein-Sänger war in der Vergangenheit mit Vorwürfen von Frauen bezüglich sexueller Übergriffigkeiten konfrontiert. Dahingehende Ermittlungen wurden später eingestellt. Am 29. November stoppt Lindemanns Solotour für das einzige Österreich-Konzert auch in der Stadthalle. . Gegen den Wien-Auftritt läuft eine Online-Petition unter dem Titel "#KeineBühne für mutmaßliche Täter!", die mit Stand Donnerstagvormittag bisher von gut 5.700 Menschen unterzeichnet wurde.