ORF-Flop

Über 30 Prozent weniger Seher: Quoten-Absturz für Amadeus Awards

07.03.2026

Waren es 2025 noch 224.000 Fans, die die Verleihung des heimischen Musikpreises im TV live mitverfolgten, schalteten am Freitag nur 172.000 Zuseher ein.

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© APA/FLORIAN WIESER
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Schock me, Amadeus. Freitagabend wurden in der Wiener Marx Halle die "Amadeus Austrian Music Awards" im Rahmen einer großen TV-Gala verliehen. Und die bescherten dem ORF, der die Austropop-Grammys ohnedies nur zeitversetzt übertrug, wieder einen Flop. Nur 172.000 Seher - um 72.000 weniger als im Vorjahr. Zum Finale der langatmigen „Jahreshauptversammlung der österreichischen Musikszene“ (© Conchita), als Peter Cornelius den Preis für sein Lebenswerk überreicht bekam, waren gerade einmal knapp über 70.000 Zuschauer noch dabei. Der Rest zappte weg oder dürfte eingeschlafen sein. 

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Dramaturgisches Desaster

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Kein Wunder, denn die drei wichtigsten Kategorien "Song des Jahres", "Live Act des Jahres" und "Album des Jahres" wurden bereits am Beginn der Show vergeben - ein dramaturgisches Desaster! Auch die Show-Acts ließen heuer eher zu wünschen über. Insgesamt elf Künstler traten beim Amadeus live auf - die meisten davon einem breiten Publikum unbekannt. Und darunter waren mit FM4 Siegerin Nenda und den Hardrock-Ladies von Vulvarine gerade einmal zwei Acts von insgesamt 52 Nominierten. 

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Stars fehlten auf der Bühne

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Edmund, Pizzera & Jaus, Rainhard Fendrich, Seiler und Speer sowie Soap&Skin - waren die Nominierungen für den prestigeträchtigen Preis „Live Act des Jahres“. Live zu sehen war allerdings keiner davon. Stattdessen traten Alexander Eder, BIBIZA, Esther Graf & NESS, Ina Regen, Lemo, Lena Schaur, NENDA, PÄM, Vicky und Vulvarine auf. "Die Leute wollen, wenn überhaupt Auftritte von Pizzera & Jaus, Seiler und Speer oder Melissa Naschenweng sehen und nicht Päm, Vulvarine oder Vicky", ärgert sich ein Gast in der Halle.  

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Abgesang, an den vermeintlichen Austropop-Grammy

224.000 Fans verfolgten den Amadeus noch im letzten Jahr. Jetzt schauten nur mehr 172.000 zu. Dass das Interesse an heimischer Musik aber weiterhin vorhanden ist, zeigte erst kürzlich die Vorausscheidung zum Song Contest. Die verfolgten nämlich 470.000 Fans - knapp dreimal so viel wie den Amadeus. Vielleicht deshalb, weil man nicht gleich zu Beginn der Show den Sieger verkündet hat…