Vor der Weltpremiere
Zensur für 15 Millionen Dollar - Neuer Wirbel um Jackson-Film
09.04.2026Rekord-Zahlen für den Trailer und Schelte von der Familie. Das Michael-Jackson-Biopic „Michael“ sorgt schon vor der für Freitag angesetzten Weltpremiere für mächtig Aufregung. Auch weil die prekärsten Szenen herausgeschnitten werden mussten.
Am Freitag (10.April) steigt die wohl heißersehnteste Film-Premiere des Jahres. In Berlin wird das Michael-Jackson-Biopix „Michael“, bei dem Jaafar Jackson, der Neffe des „King of Pop“, die Hauptrolle spielt, aus der Taufe gehoben. Und das nicht etwa in einem Premieren-Kino, sondern gleich in der Uber Eats Music Hall, einer Konzerthalle die Platz für 4.500 VIP-Gäste bietet.
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Der Hype ist enorm: Schon der Teaser-Trailer brach alle Rekorde: 116,2 Millionen Views in den ersten 24 Stunden. Das waren um 20 Millionen mehr als der erste Blick auf „The Eras Tour“ von Taylor Swift. Der Gegenwind für „Michael“ ist jedoch sogar größer: „Es gibt viele Ungenauigkeiten und viele glatte Lügen" distanzierte sich Jacksons-Tochter Paris schon früh vom cineastischen Vermächtnis, das ab 22. April dann auch bei uns im Kino das Leben der Legende von den Anfänge mit Jackson 5 bis zum Aufstieg zum globalen Megastar zeigt.
Freilich nicht die einzigen Probleme mit denen Regisseur Antoine Fuqua ("Training Day") und die Schauspiel-Riege um Jaafar, Colman Domingo (Papa Josef Jackson), Nia Long (Mama Katherina Jackson) oder Kendrick Sampson (Quincy Jones) zu kämpfen hatte. Wie die Branchenbibel „Indiewire“ berichtet, musste gleich ein sattes Drittel des Jackson-Film total umgeschnitten werden. 22 weitere Drehtage, die weitere 15 Millionen Dollar kosteten und nun viele pikante Szenen entfallen ließen. Auch jene mit Jordan Chandler, der behauptete, Jackson habe ihn im Alter von 13 Jahren sexuell missbraucht.
Ursprünglich sollte in den End-Szenen ja auch die Auswirkungen dieser Missbrauchsvorwürfe auf Jacksons Leben beleuchtet werden. Doch jetzt endet „Michael“ jedoch nicht mit einem der beschämendsten Momente in Jacksons Karriere, sondern auf dem Höhepunkt seines Erfolgs.
So soll die letzte Szene während der „Bad“-Tour spielen und Jackson bei den Vorbereitungen auf einen weiteren mitreißenden Auftritt zeigen. Das haben die Nachlassverwalter von Jackson so durchgesetzt.