Royals-Appell
Harry bricht Schweigen über eigenen Nazi-Skandal
14.05.2026Prinz Harry hat sich mit ungewöhnlich offenen Worten zum zunehmenden Antisemitismus in Großbritannien geäußert und dabei auch Fehler aus seiner eigenen Vergangenheit angesprochen. In einem Gastbeitrag für das britische Magazin New Statesman warnt der Duke of Sussex vor wachsendem Hass.
„Wir erleben im ganzen Land einen zutiefst beunruhigenden Anstieg des Antisemitismus“, schreibt Harry. Jüdische Familien und Gemeinschaften würden sich zunehmend unsicher fühlen. „Jüdische Gemeinschaften – Familien, Kinder, ganz normale Menschen – werden in Orten, die sie ihr Zuhause nennen, zunehmend in Unsicherheit gedrängt“, so der 41-Jährige.
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Harry unterscheidet Protest und Hass
In seinem Beitrag macht Harry deutlich, dass Kritik an politischen Entwicklungen im Nahen Osten legitim sei. Sorgen über Zerstörung und Gewalt in Regionen wie Gaza oder dem Libanon seien nachvollziehbar. Der Wunsch, dagegen zu demonstrieren und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen, sei „menschlich und notwendig“.
Gleichzeitig warnt der Prinz jedoch vor einer gefährlichen Entwicklung: Berechtigter Protest werde zunehmend mit Hass auf jüdische Menschen vermischt. „Nichts – weder die Kritik an einer Regierung noch die Realität von Gewalt und Zerstörung – kann jemals die Feindseligkeit gegenüber einem ganzen Volk oder Glauben rechtfertigen“, schreibt Harry.
Offene Worte über eigenen Fehler
Besonders persönlich wird der Royal, als er auf seine eigene Vergangenheit eingeht. Harry erinnert an frühere Fehltritte und räumt offen eigenes Versagen ein. „Ich bin mir meiner eigenen früheren Fehler sehr bewusst – gedankenloser Handlungen, für die ich mich entschuldigt habe, für die ich Verantwortung übernommen und aus denen ich gelernt habe“, schreibt er.
Damit spielt Harry offenbar auf den Skandal aus dem Jahr 2005 an, als er bei einer Kostümparty in einer Nazi-Uniform auftauchte und international für Empörung sorgte. In der Netflix-Doku Harry & Meghan bezeichnete er den Auftritt später bereits als „einen der größten Fehler meines Lebens“.
Auch Warnung vor Islamfeindlichkeit
Harry richtet seinen Appell ausdrücklich nicht nur gegen Antisemitismus. Auch Hass gegen muslimische Menschen verurteilt er deutlich. „Wenn sich Wut gegen Gemeinschaften richtet – ob jüdisch, muslimisch oder andere – hört sie auf, ein Ruf nach Gerechtigkeit zu sein, und wird zu etwas weit Korrosiverem“, schreibt er.
Zum Abschluss mahnt der Prinz zu mehr Zusammenhalt: „Wir können nicht mit mehr Ungerechtigkeit auf Ungerechtigkeit antworten. Wenn wir das tun, beenden wir den Kreislauf nicht – wir verlängern ihn.“