Staatsbesuch

König Charles & Camilla bei Trump: Die heftigen Regeln & Stolpersteine

27.04.2026

Heute beginnt für König Charles III. und Königin Camilla die wohl schwierigste Reise ihrer bisherigen Amtszeit. Inmitten diplomatischer Spannungen und nach einem dramatischen Schusswechsel in Washington besucht das Paar Donald Trump in den USA.

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© Getty Images
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Das britische Königspaar  ist zu einem viertägigen Staatsbesuch in die USA aufgebrochen. Der Anlass ist historisch: Charles (77) und Camilla (78) werden gemeinsam mit Präsident Donald Trump (79) den 250. Jahrestag der US-amerikanischen Unabhängigkeit feiern. Die Reise führt sie nach Washington, New York und Virginia.

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Angespannte Sicherheitslage in Washington

Die Reise steht unter keinem guten Stern. Erst am Samstag, den 25. April, kam es beim Korrespondent:innendinner in der Hauptstadt zu einem Schusswechsel, der weltweit Besorgnis auslöste. Experten bewerten den Besuch als Charles' „wichtigste diplomatische Reise“, zumal die Beziehungen zwischen Großbritannien und den USA laut Autor Iain Dale auf einem „historischen Tiefpunkt“ liegen.

Die Macht der „Soft Power“

Trotz politischer Neutralität reisen die Royals auf ausdrücklichen Wunsch von Premierminister Keir Starmer. Charles  dient hierbei als diplomatisches Werkzeug, um die Wogen zu glätten.

  • Charles’ Briefing war umfangreicher als bei jedem anderen Staatsbesuch zuvor.
  • Die Royals nutzen „Soft Power“, um durch Anziehungskraft statt durch Härte zu überzeugen.
  • Trump gilt als großer Bewunderer der britischen Krone, was die Verhandlungen erleichtern könnte.

Strenge Regeln im Weißen Haus

Hinter den Kulissen herrscht ein striktes Protokoll. Capricia Marshall, ehemalige Protokollchefin unter Barack Obama, gab Einblicke in die Vorbereitungen. So werden etwa Kleiderfarben vorab abgestimmt:

  • Schwarz ist als Trauerfarbe absolut tabu.
  • Weiß wird meist vermieden, um optische Konflikte zu verhindern.
  • In den USA herrscht zudem Unklarheit über „Verbeugungen und Knickse“, da US-Präsidenten dies vor anderen Staatsoberhäuptern traditionell nicht tun.

© Youtube/The Royal Family Channel

Kulinarische Diplomatie ohne Knoblauch

Auch beim Gala-Dinner wird nichts dem Zufall überlassen. Der ehemalige Chefkoch des Buckingham Palasts, Visen Anenden, verriet, dass zwei Menüs zur Auswahl stehen, die vom Monarchen persönlich abgesegnet werden müssen. Ein absolutes Verbot gilt für Knoblauch und Zwiebeln. „Man möchte keinerlei Peinlichkeiten verursachen. Das ist gelebte kulinarische Diplomatie.“

Der Grund ist simpel: Die Royals lehnen diese Lebensmittel ab, um unangenehmen Atemgeruch bei den zahlreichen Gesprächen zu vermeiden. Es bleibt abzuwarten, ob die „Soft Power“ der britischen Krone ausreicht, um das transatlantische Verhältnis wieder zu stärken. 

Hält sich Trump an Protokoll?

Besonderes Augenmerk wird auch auf Trumps Verhalten liegen. Wie immer ist die Frage: Wird Trump sich vor dem englischen König verbeugen, wie es das Protokoll vorsieht oder hält er sich - wie bereits früher - nicht daran...

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