Wenige Tage vor dem mit Spannung erwarteten US-Besuch von König Charles sorgt ein internes Pentagon-Papier für diplomatische Spannungen.
US-Präsident Donald Trump könnte die britische Souveränität über die Falklandinseln infrage stellen, um London abzustrafen. Hintergrund des brisanten Memos ist offenbar der immense Unmut im Weißen Haus über die mangelnde europäische Unterstützung im aktuellen Konflikt mit dem Iran. Das interne Dokument aus dem US-Verteidigungsministerium skizziert konkrete Möglichkeiten, wie die USA ihre säumigen Nato-Alliierten für deren Zurückhaltung in die Schranken weisen könnten.
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Eine der schärfsten Optionen auf dem Tisch: Washington könnte seine diplomatische Unterstützung für europäische "imperiale Besitztümer" wie die Falklandinseln im Südatlantik überdenken und abziehen.
Downing Street reagiert deutlich
Die britische Regierung unter Premierminister Keir Starmer reagierte prompt und sichtlich verärgert auf den Leak. Ein Sprecher in London stellte unmissverständlich klar, dass die Souveränität nicht infrage stehe und beim Vereinigten Königreich liege.
Zudem verwies man auf das eindeutige Selbstbestimmungsrecht der Inselbewohner. Diese hatten sich in der Vergangenheit überwiegend und mit klarer Mehrheit für einen dauerhaften Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen.
Brisantes Timing für König Charles
Die Veröffentlichung des Memos kommt zur absoluten Unzeit. König Charles und Königin Camilla reisen bereits am Montag zu einem wichtigen, viertägigen Staatsbesuch in die USA.
Geplant sind unter anderem ein privates Treffen mit Präsident Trump und eine seltene Rede des Monarchen vor beiden Kammern des Kongresses. Ob Trump die Falkland-Drohung tatsächlich wahr macht oder es sich nur um ein politisches Druckmittel handelt, bleibt abzuwarten. Sicher ist: Der royale Staatsbesuch steht angesichts der angespannten Beziehungen unter keinen guten Sternen.