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Hurra, die erste eigene Wohnung!
29.01.2026Die erste eigene Wohnung ist ein großer Schritt – voller Vorfreude, aber auch mit vielen Fragen. Von den Kosten über die Wohnungssuche bis zum Mietvertrag gibt es einiges zu beachten. Dieser Überblick zeigt dir, worauf es beim Start ins eigene Zuhause ankommt.
Die ersten eigenen vier Wände – das ist aufregend und verunsichernd zugleich. Hier findest du einen kurzen Überblick über die einzelnen Schritte zur eigenen Wohnung und was du dabei jeweils bedenken solltest:
1. Finanzen
Bevor du mit der Wohnungssuche anfängst, rechne dir aus, wieviel Geld du pro Monat für das Wohnen ausgeben kannst. Dabei geht es nicht nur um die Miete selbst, sondern auch um die zusätzlich anfallenden Kosten für Strom, Heizung, Internet und GIS-Gebühren (mehr zum Thema Heizkosten!). Sind alle diese Fixkosten gedeckt, muss noch ausreichend Geld übrig sein für Lebensmittel, Kleidung und Handy. Üblicherweise sollten die Wohnkosten höchstens ein Drittel des monatlichen Einkommens betragen.
2. Wohnungssuche
Suche auf den großen Immmobilienportalen - wie zum Beispiel www.immoscout24.at - im Internet und achte darauf, dass du die neuesten Immobilien nicht verpasst. Denn manchmal muss man schnell sein (wie du das schaffst, erfährst du hier: So finden Sie, was Sie suchen). Lass auch Familie, Freunde und Bekannte wissen, dass du eine Wohnung suchst. Achte bei der Suche nicht nur auf die Eigenschaften der angebotenen Wohnungen, sondern auch auf die Umgebung: In welcher Wohngegend fühlst du dich wohl und sicher? Bewirb dich frühzeitig um geförderte Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen, falls du die Zugangsvoraussetzungen dafür erfüllst.
Mehr über Gemeindewohnungen: Hier!
Mehr über Genossenschaftswohnungen: Hier!
3. Besichtigung
Wenn dir eine angebotene Wohnung zusagt, melde dich für eine Besichtigung an. Wahrscheinlich wirst du eine ganze Reihe von Wohnungen besichtigen, bevor du die richtige findest. Es ist wichtig, beim Vermieter oder Makler einen guten, zuverlässigen Eindruck zu hinterlassen. So steigen deine Chancen, die Wohnung auch wirklich zu bekommen. Die meisten Vermieter verlangen einen Einkommensnachweis, der zeigt, dass du dir die Wohnung auch leisten kannst. Eventuell kann auch ein Bürge – zum Beispiel deine Eltern – Sicherheit bieten, der sich verpflichtet die Miete zu bezahlen, falls du einmal nicht zahlen kannst.
4. Der Mietvertrag
Wenn die Entscheidung für eine Wohnung gefallen ist, nimm dir Zeit, den Mietvertrag genau durchzulesen. Du kannst ihn auch bei einer Mieterorganisation prüfen lassen, bevor du ihn unterschreibst. Achtung Ausstattung: Im Vertrag ist auch die mitvermietete Ausstattung der Wohnung angeführt, wie zum Beispiel eine Einbauküche, Geräte oder ein Schrank. Prüfe, ob diese Liste mit der tatsächlichen Ausstattung übereinstimmt und bitte den Vermieter gegebenenfalls, die Liste zu aktualisieren.
5. Die Übergabe
Die offizielle Übergabe findet meistens in der Wohnung statt. Anwesend ist entweder der Vermieter oder seine Vertretung (Makler, Hausverwaltung). Nimm zu deiner Unterstützung am besten eine zweite Person mit. Gemeinsam wird der Zustand der Wohnung geprüft – am besten du machst auch selbst einige Fotos, damit du in Zukunft nicht für Schäden aufkommen musst, die bereits vor deinem Einzug bestanden haben. Im Übergabeprotokoll werden Ausstattung und Zustand der Wohnung sowie die Zählerstände schriftlich festgehalten. Auch Mängel, die vom Vermieter noch repariert werden sollen, werden angeführt. Das Protokoll wird von beiden Seiten unterzeichnet. – Lass dir eine Kopie davon geben und hebe sie gut auf.
6. Einziehen
Ist der Vertrag unterzeichnet, die Kaution bezahlt und die Übergabe erledigt, erhältst du die Schlüssel zu deinem neuen Zuhause. Du hast jetzt das alleinige Recht, diese Wohnung zu nutzen – sie gehört dir aber nicht! Deine wichtigsten Pflichten lauten jetzt:
1. die Miete zuverlässig zu bezahlen und
2. sorgsam mit der Wohnung und deren Ausstattung umzugehen.
Solltest du größere Umbauarbeiten vorhaben, sprich diese unbedingt vorher mit dem Vermieter ab. Und solltest du einen Schaden (z.B. Wasserschaden, kaputte Heizung, Schimmel an den Wänden) bemerken, benachrichtige den Eigentümer umgehend. Für die Reparatur der allgemeinen Teile und Anlagen der Wohnung sind die Vermieter verantwortlich, für Schäden, die du selbst verursachst, musst du auch selbst aufkommen. Für diese Fälle solltest du am besten eine Haushaltsversicherung abschließen.
Nicht vergessen: Die erste eigene Wohnung ist ein besonderes Ereignis in deinem Leben. Genieße es!