Großumbau gestartet
Post investiert 55 Millionen in neues Logistikzentrum
20.03.2026Mit einer Großinvestition reagiert die Post auf den boomenden Paketmarkt: In Wals-Siezenheim entsteht ein modernes Logistikzentrum mit deutlich höherer Sortierleistung und nachhaltigem Konzept.
Die Österreichische Post investiert rund 55 Millionen Euro in den umfassenden Umbau ihres Logistikzentrums in Wals‑Siezenheim. Hintergrund ist die seit Jahren erfolglose Suche nach geeigneten Erweiterungsflächen in der Region Salzburg. Statt eines neuen Standorts setzt das Unternehmen nun auf einen weitreichenden Neubau am bestehenden Gelände.
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Laut Generaldirektor Walter Oblin werde das Projekt faktisch einem Neubau gleichkommen. Geplant sei eine Bauweise, die sowohl in die Höhe als auch in die Tiefe gehe. Dabei wolle man großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit legen. Ziel sei es, die Paketsortierung künftig stärker zu automatisieren und damit den steigenden Sendungsmengen gerecht zu werden.
Betrieb soll in zwei Jahren aufgenommen werden
In etwa zwei Jahren soll das modernisierte Zentrum den Betrieb aufnehmen. Finanzvorständin Barbara Potsik‑Eibensteiner betont, dass die hohen Grundstückspreise und die begrenzte Verfügbarkeit von Flächen in Salzburg maßgeblich für die Entscheidung gewesen seien. Durch eine effizientere Nutzung des bestehenden Areals könne man Baukosten einsparen und gleichzeitig die Kapazitäten deutlich erhöhen.
Bis zu 24.000 Sendungen pro Stunde sortieren
Technisch wird das Zentrum massiv aufgerüstet: Statt derzeit rund 6.000 Paketen pro Stunde sollen künftig bis zu 24.000 Sendungen sortiert werden können. Generaldirektor-Stellvertreter Peter Umundum kündigt zudem die Vorbereitung auf autonome Inhouse-Transporte an. Ab 2030 könnten diese schrittweise umgesetzt werden. Erstmals in Österreich soll außerdem ein sogenannter Matrixsorter eingesetzt werden, der Pakete flächig statt im Umlaufsystem verteilt und so mehr Flexibilität sowie geringeren Platzbedarf ermöglicht.
Begrüntes Dach und bepflanzte Fassade
Auch ökologische Maßnahmen sind vorgesehen. Das Gebäude soll ein begrüntes Dach, eine bepflanzte Fassade und eine Photovoltaikanlage mit 880 Kilowatt-Peak erhalten. Beim Spatenstich bekannte sich Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer klar zur Post als staatlich geprägtem Unternehmen und unterstrich die Bedeutung moderner Logistik für den Wirtschaftsstandort Österreich.