Schock-Vorfall

Bewaffneter schießt im Krankenhaus – Cobra-Einsatz

16.03.2026

Ein bewaffneter Mann hat am Montag gegen 9 Uhr einen größeren Polizei-Einsatz im Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol (Bezirk Kitzbühel) ausgelöst.

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Tirol. Heute gegen 09:00 Uhr wurde die Polizei wegen einer bewaffneten männlichen Person im Krankenhaus St. Johann in Tirol verständigt. Der Mann hatte zwei Angestellte des Krankenhauses in einem Raum mit einer Pistole bedroht. Den ersten Erhebungen zufolge haben die beiden Angestellten dann mit dem Mann gesprochen und konnten in weiterer Folge die Räumlichkeiten unverletzt verlassen, berichtet die Polizei. Im Zuge der Kontaktaufnahme durch die in der Zwischenzeit eingetroffenen Polizeistreifen erfolgte eine Schussabgabe durch den Beschuldigten, welcher sich zu diesem Zeitpunkt nur noch alleine in dem Raum befunden hatte. Direkt nach der Schussabgabe konnte der Mann durch die Polizeibeamten festgenommen werden.  

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Der offenbar psychisch beeinträchtigte Verdächtige wurde rasch von Beamten überwältigt und abgeführt, sagte ein Polizeisprecher zur APA. Laut bisherigen Informationen wurde niemand verletzt. Der Einsatz, an dem auch die Sondereinheit Cobra beteiligt war, wurde bereits wieder beendet. 

"Situation war innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle"

Nähere Informationen zum Tatverdächtigen lagen vorerst nicht vor. Zu dem Vorfall - das Krankenhaus sprach von einer "Krisensituation" - sei es gegen 9.00 Uhr im Bereich der Klinischen Psychologie gekommen. "Die Situation war innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle", betonte das Bezirkskrankenhaus St. Johann in einer Mitteilung auf der Homepage. Der Krisennotfallplan des Spitals und die Zusammenarbeit mit der Polizei haben hervorragend funktioniert. 

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"Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reagierten besonnen und vorbildlich. Die Polizei war innerhalb kürzester Zeit vor Ort", hieß es. Das Krankenhaus laufe mittlerweile wieder im Normalbetrieb.

Die genauen Umstände des Vorfalles, bei dem niemand verletzt wurde, sind noch Gegenstand der Ermittlungen. Das Motiv für die Tat ist derzeit nicht bekannt. Der Akt wurde durch das Landeskriminalamt übernommen.