Gemeindeebene

Wasser wird knapp: Kommt jetzt überall in Österreich die Poolsteuer?

02.05.2026

Hunderttausende private Pools bringen die Wasserversorgung in Österreich an ihre Grenzen. Um Engpässe zu verhindern, greifen viele Gemeinden nun zu strengeren Regeln und diskutieren eine Poolsteuer. 

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© Apa/Symbolbild
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Wenn die Temperaturen steigen, startet in Österreich die Poolsaison. Das sorgt bei vielen Gemeinden zunehmend für Sorgenfalten, denn rund 200.000 private Becken gibt es im Land.

Ein einzelnes davon fasst oft zehntausende Liter. Das Problem ist dabei weniger der Gesamtverbrauch, sondern der Zeitpunkt: Wenn im Frühjahr viele Haushalte ihre Pools gleichzeitig befüllen, schießt der Wasserbedarf kurzfristig massiv in die Höhe und kann sich in einzelnen Orten sogar vervielfachen.

Hochbehälter an ihren Grenzen

Die Auswirkungen sind bereits deutlich spürbar. In manchen Gemeinden stoßen Hochbehälter an ihre Kapazitätsgrenzen, der Wasserdruck sinkt oder die Versorgung wird kritisch. Erste Einschränkungen, wie Verbote für das Befüllen von Pools oder das Bewässern von Gärten, gab es heuer ungewöhnlich früh.

 

"Wir haben solche Verordnungen schon gehabt, aber was auffallend ist, das war noch nie so früh notwendig", erklärt Bürgermeister Josef Müller gegenüber dem "ORF Kärnten".

Gemeinden setzen auf Poolsteuer

Um Engpässe zu vermeiden, versuchen Gemeinden den Verbrauch vermehrt durch Steuerung statt Verbote in den Griff zu bekommen. So werden Poolfüllungen gestaffelt, teilweise gelten fixe Termine oder Anmeldepflichten. Auch eine Poolsteuer sorgt für Diskussionen und wird mancherorts bereits geprüft.

Trockenheit verschärft die Lage

Während die Böden austrocknen und die Waldbrandgefahr steigt, nimmt der Wasserverbrauch in den Siedlungen weiter zu – ein Spannungsfeld, das die österreichischen Gemeinden vor neue Herausforderungen stellt.