Übergabe im Finanzressort
Fekter: "Finance ist nicht Kieberei"
Wertkonservativ, wirtschaftsliberal und pragmatisch
"Damit sie wissen wer ich bin: Wertkonservativ, wirtschaftsliberal und pragmatisch im Vollzug. Im menschlichen Umgang bin ich immer auf Fairness bedacht", so Fekter vor der versammelten Beamtenschaft in der Eingangshalle des Finanzministeriums Donnerstagnachmittag. Fekter nannte auch einige inhaltliche Schwerpunkte. "Schuldenabbau ist angesagt", denn Schulden nehmen Gestaltungsspielraum und "ich will gestalten". Beim Budget seien die Schwerpunkte auf Zukunftsthemen wie Kinder, Bildung, Wissenschaft und Forschung zu setzen. Gleichzeitig sei der eingeschlagene Konsolidierungspfad weiter zu verfolgen.
SPÖ-Staatssekretär Schieder inhaltlich auf Distanz zu Fekter
Bei der Amtsübergabe waren auch die Staatssekretäre Reinhold Lopatka (V), der aus der Regierung ausscheidet, und Andreas Schieder (SPÖ) anwesend. Schieder ging in seiner Rede inhaltlich auf Distanz zu Fekter. Er sei "alles andere als wertkonservativ", sondern viel mehr "ein progressiver Sozialdemokrat". Er zeigte sich dennoch überzeugt, mit der neuen Ressortchefin gut auszukommen. Immerhin sei er auch "pragmatisch".
Pröll: "Frohe Ostern und auf Wiederschau'n"
Fekters Vorgänger Pröll, der mit Applaus verabschiedet wurde, bezeichnete das Finanzministerium als "zentrales Ressort", das er in der schwierigsten Phase seit dem Zweiten Weltkrieg "mit Leidenschaft" geführt habe. Zum Abschied sagte er: "Frohe Ostern und Aufwiederschaun'".