Iran-Krieg

Kanzler Stocker zu Evakuierung und Energie-Sorgen

02.03.2026

Taskforce zur Energie-Versorgungssicherheit eingesetzt. Die Evakuierung der Österreicher aus der Kriegsregion rund um den Iran wird laufend geprüft.

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Am Montagnachmittag wandte sich Kanzler Christian Stocker (ÖVP) an die Nation: "Die Sicherheit der Österreicher in der Region hat höchste Priorität." Diese werde man laufend man über aktuelle Entwicklungen und Ausreise-Möglichkeiten informieren. "Das Bundesheer ist mit Krisenunterstützungsteams vor Ort." Sobald Evakuierungen möglich seien, würde man weitere durchführen.

"Energieversorgung gesichert"

"Heute habe ich mich mit OMV-Chef Alfred Stern beraten", sagte Stocker. Aktuell habe Österreich genug Energiereserven. "Die strategische Reserve ist ausreichend gefüllt." Im Wirtschaftsministerium gebe es jetzt eine Taskforce zur Energie-Versorgungssicherheit. 

"Meine volle Solidarität gilt allen, die vom Iran angegriffen worden sind", sagt der Kanzler in Richtung der Nationen, die "unter Attacken des iranischen Regimes leiden".

Fluchtbewegungen von Migranten aus der Kriegsregion würden aufmerksam verfolgt. Außerdem werden die iranischen Demos im Inland genau beobachtet. "Die sind bisher friedlich verlaufen", sagte Stocker.

Inflation dürfte durch hohe Ölpreise steigen

"Ich hoffe, dass der Krieg möglichst kurz ist, weil dann auch die Auswirkungen auf die Inflation möglichst gering sind", sagte Stocker. Sonst würde man "weitere Maßnahmen gegen die Teuerung" setzen. 

"Lassen niemanden zurück"

Für Evakuierungen werde man "alle Optionen nutzen", versprach Stocker: "Wir werden jedem einen Flugplatz bieten. Wir werden niemanden zurücklassen."

Zweithöchste Terrorwarnstufe

Aktuell gilt die zweithöchste Terrorwarnstufe 4 in Österreich. "Sollte es zu Anschlägen im Inland kommen, wäre man bei der höchsten Alarmstufe 5", sagt Stocker.

Der Kanzler betonte die Wichtigkeit der Beteiligung Österreichs am Projekt Sky Shield. Dieses sei essenziell, um Österreich vor Angriffen aus der Luft durch Drohnen, Raketen und Fliegern zu schützen. Am Mittwoch tritt der nationale Sicherheitsrat zusammen. 

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