1. Mai
Kickl & Babler liefern sich brutales Fernduell
Hartes Duell am 1. Mai. FPÖ und SPÖ schenkten sich bei ihren politischen Kundgebungen nichts. Während sich die Roten am Rathausplatz zum traditionellen Maiaufmarsch trafen, ging es bei den Blauen in Linz im Bierzelt am Urfahraner Jahrmarkt zur Sache.
Zeitgleich hielten Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, SPÖ-Chef Andreas Babler und FPÖ-Chef Herbert Kickl ihre Reden. Harte Kritik an der jeweils anderen Partei kam da nicht zu kurz. Kickl sagte etwa in Richtung SPÖ, dass die Genossen am Rathausplatz "alle etwas gebückt" stehen, "weil sie die Hosen voll haben". Auch die "verwahrloste" ÖVP und die "größenwahnsinnigen" NEOS bekamen ihr Fett ab.
Babler: "Brauchen keinen Trump auf österreichisch"
Babler erklärte hingegen in Richtung Kickl: "Wir brauchen keinen Trump auf österreichisch". Und: "Er (Kickl, Anm.) soll sich hinstellen und dieses Leid erklären, er soll sich zu den Tankstellen stellen und die Spritpreise erklären". Denn Trump habe dieses Chaos angerichtet, so Babler.
Auch Ludwig nahm die Blauen in die Mangel: "Mit so einer FPÖ werden wir nie eine Koalition machen. Das werden wir auch im Bund durchsetzen. Wenn ein Herbert Kickl von Konkurrenten als 'Hirntote' spricht".
Budget: Kickl sieht "Schande", Babler hat "gerungen"
Wenig überraschend war auch die Grundsatzeinigung für das Doppelbudget 2027/28 bei beiden Polit-Events Thema. Während Kickl in Linz von einer "Schande" sprach, verteidigte Babler die Maßnahmen - auch wenn nicht alle "sozialdemokratisch sind". Denn: "Ihr habt gesehen, wie sehr wir gerungen haben".
Auch die Eröffnungsrede von FPÖ-OÖ-Chef Manfred Haimbuchner erhielt heuer mehr Aufmerksamkeit als sonst. Denn in Oberösterreich wird nächstes Jahr ein neuer Landtag gewählt und Haimbuchner will das ÖVP-Kernland blau färben. Er kündigte jedenfalls bereits an: Es wird "einen ordentlichen Tuscher" machen.
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