Tag der Arbeit

Babler und Kickl: Brutales Fernduell zum 1. Mai 

Der 1. Mai wird zum Fernduell zwischen SPÖ-Chef Andreas Babler und FPÖ-Chef Herbert Kickl. 

Der 1. Mai ist ein Fixtermin im roten Kalender. Auch heuer begeht die SPÖ den Tag der Arbeit in traditioneller Manier mit ihrem Maiaufmarsch auf den Wiener Rathausplatz. Für die Kundgebung sind unter anderem Reden von Parteichef Andreas Babler und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig geplant. Rund 150 Kilometer Luftlinie entfernt treffen sich die Blauen. FPÖ-Chef Herbert Kickl wird im Bierzelt am Urfahraner Jahrmarkt in Linz erwartet. 

Die Ausgangslage ist durch die Grundsatzeinigung beim neuen Sparbudget für die SPÖ jedenfalls schwierig. Einschnitte bei Pensionen und Teilzeitkräften - letzteres trifft vor allem Frauen - sind schmerzlich. Die roten Redner werden wohl mehr auf SPÖ-Verhandlungserfolge wie die Verlängerung der höheren Bankenabgabe verweisen. 

"Regierung hat letzte Chance verpasst"

Für Kickl ist es hingegen ein leichtes Spiel. Seine Partei hat weder das Budget-Defizit noch das jetzige Sparpaket zu verantworten. Der Chef der Freiheitlichen dürfte also die wunden Punkte des Doppelbudgets 2027/28 genüsslich filetieren. Einen Vorgeschmack lieferte er schon am Dienstag: "Die Regierung hat ihre letzte Chance verpasst", so sein Urteil. 

Vor Kickls Rede sorgt die John Otti Band für das musikalische Vorspiel. Danach wird Hausherr Manfred Haimbuchner (FPÖ-Landeschef) die Eröffnungsrede halten. Auch diese dürfte heuer mehr Aufmerksamkeit als sonst erfahren, immerhin will Haimbuchner bei den Landtagswahlen im kommenden Jahr die ÖVP vom ersten Platz stoßen. Umfragen zufolge liegt das sogar im Rahmen des Möglichen.

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